Odermatt kassiert 741.254 euro und lässt shiffrin alt aussehen
Die Skisaison ist vorbei, die Kasse bleibt offen. Marco Odermatt schreibt sich 741.254 Euro auf seine private Wunschliste – und das, obwohl er schon längst alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt. Die FIS-Abrechnung liest sich wie ein Krimi: Der Schweizer lässt selbst Mikaela Shiffrin mit ihren 615.167 Euro hinter sich. Die US-Superstar muss erstmals seit Jahren die Krone im Preisgeld abgeben.

Emma aicher schlägt julia scheib und wird zur besten deutschen cash-maschine
Deutschland feiert einen neuen Goldesel. Emma Aicher räumt 387.265,50 Euro ab – nur zwei Jahre nach ihrem Weltcup-Debüt. Die 22-Jährige aus Oberstdorf landet damit auf Rang zwei der bestbezahlten Skifahrerinnen weltweit. Dahinter: Julia Scheib (340.942 Euro) und Camille Rast (320.101 Euro). Die Message ist klar: Wer Speed hat, bekommt auch die Scheine. Kira Weidle-Winkelmann muss sich mit Platz 13 und 136.479 Euro begnügen, Lena Dürr schafft es gerade noch unter die Top-25 (76.040 Euro).
Die Männer-Liste liest sich wie ein Schweizer Bankauszug. Neben Odermatt landen gleich drei weitere Eidgenossen in den Top-10. Loic Meillard (317.325 Euro) und Franjo von Allmen (278.922 Euro) sichern sich ihre fetten Checks. Brasilien erlebt seine weißeste Stunde: Lucas Pinheiro Braathen schaufelt als erster brasilianischer Olympia-Sieger 359.264 Euro auf sein Konto. Für Deutschland bleibt nur Linus Straßer übrig – Platz 29 und 50.968 Euro. Das reicht gerade für einen Gebrauchtwagen.
Die Silberware war gestern. Heute zählt nur noch, was auf dem Konto landet. Mikaela Shiffrin holt neun Saisonsiege und kassiert trotzdem weniger als Odermatt. Die FIS hat die Preisgelder seit 2022 um 20 Prozent erhöht – doch die Schere zwischen Männern und Frauen bleibt offen. Die Rechnung: Odermatt bekommt 82.361 Euro pro Sieg, Shiffrin nur 68.351 Euro. Ein Geschlecht fährt schneller, das andere verdient langsamer.
Die Saison ist vorbei, die Zahlen sprechen. 741.254 Euro für Odermatt, 615.167 Euro für Shiffrin, 387.265 Euro für Aicher. Der Weltcup ist längst keine Spendenveranstaltung mehr – er ist ein Milliardenbusiness mit Startnummer. Und nächstes Jahr? Dann wird wieder geschossen, gefahren und überwiesen. Die Pisten sind bereit, die Banken auch.
