Ödegaard zündet den turbo: arsenal will endlich den titel-killer abstellen

Madrid, 21 Uhr, Champions-League-Feuer: Arsenal reist als Jäger an die Metropolitano, doch Martin Ödegaard lacht dem Druck ins Gesicht. „Das ist der beste Teil der Saison“, sagt der norwegische Regisseur – und meint: Endlich wollen die Gunners ihre berüchtigte Mai-Schwäche beerdigen.

Die angst, wieder nur zweiter zu werden

Drei Liga-Siege in den letzten sechs Spielen, drei Vizemeisterschaften in Folge – diese Zahlen nagten an der Seele des Emirates. Der 1:0 gegen Newcastle war kein Kunstwerk, aber er stoppte den freien Fall. „Wir holen den Schwung mit“, verspricht Mikel Arteta, doch hinter den Kulissen wissen alle: Verliert Arsenal in Madrid, droht wieder dieselbe traurige Playlist.

Atlético ist kein Normalgegner. Die Rojiblancos schickten Barça mit 4:0 nach Hause und bretterten Real mit 5:2 weg. Das Stadion bebt, Diego Simeone zieht die Zügel an, und selbst Weltmeister werden hier weich. Ödegaard aber sieht kein Monstrum, sondern eine Bühne: „Wir freuen uns, gegen sie zu spielen.“ Diese locker klingende Provokation ist Arsenal neues Markenzeichen – keine Angst mehr, keine Ausreden.

Havertz fehlt, eze kann spielen

Havertz fehlt, eze kann spielen

Die Personalie Kai Havertz schmerzt. Der Deutsche zog sich gegen Newcastle eine Knöchelblessur zu, fällt aus. Dafür kehrt Eberechi Eze nach muskulären Problemen zurück; seine Hereingaben könnten in der engen Metropolitano-Arena den Unterschied machen. Arteta rotiert, ohne das System zu sprengen – eine Lektion aus dem Vorjahr, als Arsenal im Halbfinale gegen PSG die Balance verlor.

Die Gunners haben gelernt, laut Ödegaard. „Wir sind stärker, wir haben andere Spieler, wir haben die Erfahrung verarbeitet.“ Klingt einfach, ist aber ein mentaler Reset. Denn wer dreimal hintereinweise fast oben landet, schleppt schweres Gepäck. Die erste Option, es abzustreifen, beginnt in Madrid. Kein Halbfinale als Alibi, sondern als Startschuss.

Arsenal will zwei Titel. Gleichzeitig. Ein Premiership-Krimi gegen Manchester City und ein Euro-K.o.-Weg über Spanien, Italien, vielleicht Wembley. Die Rechnung ist durchgeknallt, aber Ödegaards Blick sagt: Genau deshalb sind wir hier. 21 Uhr, Mittwoch, Metropolitano – da muss ein Statement her. Alles andere wäre nur ein weiteres Déjà-vu.