Nyffeler lässt die scheiben knistern: lakers zerren bern aus den playoffs

58 Schüsse, ein einziger Treffer – Melvin Nyffeler verwandelt das Rückspiel in eine persönliche Mauer. Die SCRJ Lakers schlittern nicht, sie marschieren mit einem 4:0-Sieg über den SC Bern direkt in die Runde der letzten Acht. Freitagabort in Fribourg geht die Jagd auf den HC Fribourg-Gotteron los.

Nyffeler: „wir haben zwei sensationelle partien gespielt“

Die Zahlen sind schon fast absurd: 114 Minuten und 4 Sekunden hielt der Lakers-Schlussmann seine Fänge sauber. Erst nach sechs Minuten des ersten Duells konnte Miro Aaltonen ihn überwinden – danach nur noch Stahl. Im Rückspiel zogen die Berner 34 Mal ab, trafen nie. „Hinten waren wir abgeklärt, heute haben wir die Tore vorn gemacht“, sagt Nyffeler nach dem Abpfiff. Die Aussage klingt simpel, ist aber ein Euphemismus für die Demontage eines ganzen Kaders.

Die Mutzen rutschten immer tiefer. Bern kassierte dumme Strafen, weil St. Gallen sie mit Tempo und Körpersprache in die eigene Zone einsperrte. Zweimal nutzten die Lakers diesen Vorteil eiskalt – und damit ihre einzige echte Schwäche der Serie. Denn wer so wenig kassiert, braucht nur ein paar Treffer, um eine Saison zu retten.

Hc fribourg wartet – nyffeler blickt noch nicht

Hc fribourg wartet – nyffeler blickt noch nicht

Die Saanestadt wird laut. Fribourg-Gotteron beendete die Regular Season auf Platz eins, schoss 198 Tore, kassierte nur 97. Nun kommt ein Torhüter, der seit fast zwei Spielen keinen einzigen Gegentreffer zugelassen hat. „Heute Abend schaue ich nirgends hin“, sagt Nyffeler. Die Playoffs starten am Freitag, aber vorher will er mit den Jungs erst mal feiern – und die eigene Form konservieren, als wäre sie ein kostbares Dokument.

Die Lakers reisen als Außenseiter, doch mit einem Schlussmann, der die Scheiben knistern lässt. Bern hat das gespürt. Fribourg wird es noch spüren.