Nürnberg verpasst auswärtssieg: zoma-aus und bielefeld kämpft

Ein früher Treffer von Mohamed Ali Zoma ließ Hoffnungen aufsteigen, doch die Freude währte nur kurz. Der Stürmer musste verletzungsbedingt früh aus dem Spiel genommen werden, und der 1. FC Nürnberg konnte am Dienstagabend gegen Arminia Bielefeld keinen Sieg einfahren. Das 1:1 (0:1) reichte nicht, um den Abstiegskampf im Blick zu behalten.

Die alm johlt, die tabelle aber nicht

Die alm johlt, die tabelle aber nicht

Vor ausverkaufter Kulisse an der Alm startete die Arminia zwar vielversprechend, doch Zoma ließ nicht lange auf sich warten. Seine frühe Führung, das elfte Tor in dieser Saison, schockierte die Gastgeber. Der Italiener nutzte einen Moment der Unachtsamkeit in der DSC-Abwehr und schob den Ball eiskalt ins linke untere Eck. Doch das Glück war nicht auf seiner Seite: Bereits eine Viertelstunde später musste er das Feld verlassen, angeschlagen von einer Verletzung. Das Team von Trainer Miroslav Klose übernahm fortan die Kontrolle, doch die Chancen blieben ungenutzt. Finn Becker vergab die Riesenchance auf die Vorentscheidung.

Die Halbzeitpause wurde von Pfiffen der Bielefelder Fans begleitet – ein Zeichen der Ungeduld, die sich im zweiten Durchgang in einem verstärkten Druck auf die Nürnberger Abwehr entlud. Lange Zeit fehlte jedoch die Durchschlagskraft, bis ein Standardspiel zum Glücksgriff wurde. Tim Handwerker, der von 2019 bis 2024 das Trikot des Clubs trug, markierte mit einem wuchtigen Freistoß den Ausgleichstreffer.

Die Lage für Bielefeld bleibt angespannt. Nach nur einem Sieg aus den letzten acht Spielen müssen die Ostwestfalen die Gefahr des direkten Rückzugs in die 3. Liga ernst nehmen. Rafael Lubach verpasste in der Nachspielzeit knapp den Siegtreffer für die Franken. Die Tabelle lügt nicht: Bielefeld rutscht auf den 14. Platz ab, und der Abstieg ist näher als viele Fans es sich wünschen.

Die vergangene Saison mag den Pokalfinalisten eine Atempause verschafft haben, doch die Gegenwart ist düster. Am Sonntag droht der Abrutsch auf den 16. Platz, sollten die Gegner punkten. Es bleibt abzuwarten, ob die Mannschaft von Mitch Kniat die Kur noch herumreissen kann – der Druck ist jedenfalls enorm.