Null auf dem rücken, saison vorbei: divincenzo reiht sich in verrückte nba-fluch-statistik ein
60 Sekunden. Mehr nicht. Dann knallte es in Minneapolis, und die Timberwolves verloren nicht nur Spiel vier, sondern auch ihren besten Perimeter-Shooter. Donte DiVincenzo, gerade erst zur X-Factor avanciert, bleibt nach einem harmlosen Schritt liegen – Achillessehne gerissen, Play-off-Traum gestorben, Karriere-Unterbrechung garantiert.
Die null am trikot wird zur todesziffer
Die Szene wirkt wie ein déjà-vu. Vier Mal in Folge traf der gleiche Schicksalsschlag Spieler mit der Nummer 0. Jayson Tatum im Mai 2025, Damian Lillard eine Runde später, Tyrese Haliburton in den Finals – und jetzt DiVincenzo. Statistiker rätseln: Bei 450 aktiven NBA-Akteuren liegt die Wahrscheinlichkeit, dass vier aufeinanderfolgende Achilles-Opfer dieselbe Nummer tragen, bei 1 zu 2,7 Millionen. Die Liga lacht weg, bis sie die Liste sieht. Dann wird es still.
DiVincenzos Fall ist dabei der brutalste. Er hatte sich in Minnesota endlich befreit, traf 43 % aus dem Corner, spielte 38 Minuten ohne Pause in Spiel drei. Die Fans skandierten „The Big Ragu“, als er zum Aufwärmen rannte. Eine Minute später humpelte er in die Kabine, das Knie zitterte, das Stadion verstummte. Coach Chris Finch sprach hinterher von einem „Momentum-Killer“, doch das ist zu nett formuliert. Es war ein K.o.-Schlag.

Tatum kam zurück, lillard kämpft, haliburton wartet
Die Vorgänger zeigen, wie schwer der Weg zurück ist. Tatum kehrte nach sieben Monaten, wirft wieder 30 Punkte, aber seine Sprintwerte lagen in der ersten Runde 2026 um 8 % unter Vorjahresniveau. Lillard, mittlerweile 35, absolvierte gerade mal 19 Spiele für Portland und schafft keine 25 Minuten am Stück. Haliburton durfte überhaupt nicht auflaufen; erst die Sehne, dann Gürtelrose – zwei Saisons hintereinander weg.
Für Minnesota wird es jetzt eng. Ohne DiVincenzos Defense gegen Jamal Murray setzt Finch auf Nickeil Alexander-Walker, der zuletzt 2/17 aus dem Feld war. Die Nuggets wittern die Blutspur, haben in Spiel fünf Heimrecht und wissen: Einmal mehr reicht ein Viertel, um die Serie zu drehen. Die Timberwolves? Sie schielen auf die Statistik und fragen sich leise, ob sie das nächste Mal einfach die Nummer 0 sperren sollten.
Während die Ärzte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Sehne flickten, kursierte auf Social Media schon ein Hashtag: #ZeroCursed. Die Liga wird es dementieren, die Spieler werden lächeln. Aber bis jemand mit der 0 wieder durch ein Play-off läuft, wird jeder Schritt auf dem Parkett mit einem mulmigen Gefühl verbunden sein. DiVincenzos Saison ist vorbei, der Mythos lebt – und er wächst mit jedem neuen Opfer.
