Nübel-drama in münchen: finale als wendepunkt?
Das Olympiastadion erlebte am Samstagabend nicht nur eine klare 0:3-Niederlage des VfB Stuttgart gegen den FC Bayern München im DFB-Pokalfinale, sondern auch den möglichen endgültigen Niedergang der Karriere von Alexander Nübel. Der Keeper, der einst als deutsche Torwart-Hoffnung gehandelt wurde, steht nun vor einer ungewissen Zukunft – sowohl in München als auch anderswo.
Die frostigen szenen mit neuer: ein deutliches signal
Besonders bitter: Die frostigen Interaktionen mit Manuel Neuer, dem etablierten Kapitän und Nummer eins, verdeutlichen die aussichtslose Situation Nübels. Während Neuer ausgelassen mit seinem jungen Backup Jonas Urbig feierte, ignorierte er Nübel demonstrativ. Ein Gruß, ein Blick – nichts. Auch Nübel vermied jeden Kontakt, ein Verhalten, das die Vereinsführung der Bayern nicht entgangen sein dürfte. Die klare Ansage der Bosse ist eindeutig: Neuer, Urbig und Sven Ulreich bilden das Torwart-Trio für die kommende Saison. Nübel hat keine Chance.
Die Situation beim DFB ist ähnlich düster. Hinter Neuer und Oliver Baumann rückt Nübel nun auf den dritten Platz ab. Ein Wechsel ist dringend erforderlich, doch wo soll er spielen?
Matthäus drängt auf Laimer-Verlängerung, da er ihn für unverzichtbar hält. Doch für Nübel gilt es, einen neuen Weg zu finden. Die internationale Presse reagierte auf Kanes Dreierpack und Bayerns Double mit Lob, insbesondere für Harry Kane, der „wie ein Wirbelwind durch Berlin fegte“.

Stuttgarts planänderung: nübel-kauf unwahrscheinlich
Auch eine Zukunft beim VfB Stuttgart, wo Nübel per Leihe spielt, scheint unwahrscheinlich. Der Verein plant offenbar mit Dennis Seimen, der aktuell in Paderborn verliehen ist. Ein Kauf wäre für Stuttgart zu teuer: Nübels Marktwert liegt bei zwölf Millionen Euro, sein Gehalt bei schätzungsweise elf Millionen Euro inklusive Prämien. Eine weitere Leihe ist unwahrscheinlich, da Bayern am liebsten mit einem Verkauf Geld verdienen möchte.
Die Szene erinnert an eine zerbrochene Beziehung. Als Nübel 2020 von Schalke nach München wechselte, hoffte man auf eine baldige Herausforderung für Neuer. Stattdessen entwickelte sich lediglich Konkurrenz, die sich in der aktuellen Situation in einem frostigen Schweigen manifestiert. Der Kontrast zur Feier von Urbig, der von Neuer herzlich in Empfang genommen und mit dem Pokal ausgezeichnet wurde, ist schmerzhaft deutlich.
Neuer, der aufgrund einer Muskelverletzung in der linken Wade nicht spielen konnte, feierte seinen jungen Backup ausgiebig. Ein Zeichen der Verbundenheit, das Nübel verwehrt blieb. Sechs Jahre nach seinem Wechsel nach München, in dem er sich eine baldige Nummer-Eins-Position erhofft hatte, steht Neuer immer noch im Tor – und hat seinen Vertrag bis 2027 verlängert. Er ist die unangefochtene Nummer eins, unterstützt von Matthäus, der sein Comeback als „ein bisschen Chaos“ bezeichnete.
Nübel muss nun die Endspiel-Pleite verdauen und um seine Karriere kämpfen. Sollte sich keine schnelle Lösung finden, könnte es nach der WM zu einem weiteren, hochbrisanten Wiedersehen beim Trainingsstart in München kommen – ein Szenario, das niemand sich wünscht. Die Frage ist nicht, ob Nübel einen neuen Verein findet, sondern ob er seine Karriere in einem Umfeld wiederaufbauen kann, in dem seine Fähigkeiten wirklich geschätzt werden.
