Nowitzki-bryant: deal, der die nba hätte verändern können!
Dallas – Was wäre gewesen, wenn? Diese Frage quält Basketballfans seit Jahren. Denn in den frühen 2000er Jahren stand ein Transfer kurz bevor, der die NBA für immer verändert hätte: Kobe Bryant zu den Dallas Mavericks. Und dabei spielte Dirk Nowitzki eine überraschende Rolle.

Nowitzki bot sich an: „tradet mich für kobe!“
Klaus Cuban, der Besitzer der Mavericks, schilderte in einem Interview die unglaubliche Geschichte. Das Ziel war klar: ein Star-Duo aus Kobe Bryant und Dirk Nowitzki zu formen, das die Liga dominieren sollte. Die Verhandlungen mit den Lakers waren weit fortgeschritten. Ein Paket aus Josh Howard, Jason Terry und mehreren First-Round-Picks lag bereit, um Bryant nach Dallas zu lotsen. Jerry Buss, der damalige Lakers-Besitzer, soll dem Deal sogar bereits zugestimmt haben.
Cuban erinnert sich, wie er während der Dancing with the Stars-Teilnahme von Nowitzki in jeder freien Minute weiterverhandelte und sich sicher fühlte, dass der Transfer zustande kommen würde. Doch kurz vor dem Abschluss platzte der Deal. Laut Cuban soll Mitch Kupchak, der damalige General Manager der Lakers, eingegriffen und Bryant von dem Wechsel abgebracht haben. Ein bitteres Ende für einen Deal, der die Basketballwelt auf den Kopf gestellt hätte.
Ein Angebot, das Geschichte schrieb: Was diese Geschichte noch bemerkenswerter macht, ist die Rolle von Dirk Nowitzki. Der deutsche Superstar soll zu Cuban gesagt haben: „Du kannst mich traden. Ich würde mich auch für Kobe traden.“ Eine Aussage, die zeigt, wie sehr Nowitzki an den Erfolg der Mavericks glaubte und bereit war, dafür Opfer zu bringen. Es ging dabei aber nicht darum, Nowitzki gegen Bryant zu tauschen, sondern beide Superstars gemeinsam in Dallas spielen zu lassen.
Obwohl der Deal letztendlich scheiterte, konnten beide Spieler ihre Karrieren äußerst erfolgreich fortsetzen. Kobe Bryant gewann 2009 und 2010 zwei weitere NBA-Titel, während Dirk Nowitzki 2011 mit den Mavericks den Titel holte – und dabei sogar Bryant und die Lakers in der ersten Runde mit einem historischen Sweep aus den Playoffs kegelte. Die verpasste Chance auf ein gemeinsames Kapitel im Basketball bleibt dennoch ein „Was wäre wenn?“
Die Geschichte zeigt, dass der Sport oft von Momenten der Entscheidung und unerwarteten Wendungen geprägt ist. Ein Deal, der die NBA hätte verändern können, blieb eine verpasste Chance – aber die individuellen Erfolge von Nowitzki und Bryant sind umso beeindruckender.
