Nowitzki stolpert über technik-pannen beim hall of fame-eintritt

Berlin brodelte am Dienstagabend, nicht etwa vor Begeisterung für eine spektakuläre Basketballpartie, sondern aufgrund einer unerwarteten Störung bei der feierlichen Aufnahme von Dirk Nowitzki in die FIBA Hall of Fame. Der Superstar, der schon so viele entscheidende Momente in seiner Karriere gemeistert hat, musste sich nun einer ganz anderen Herausforderung stellen: einem streikenden Teleprompter.

Ein lächeln trotz technischer schwierigkeiten

Nowitzki, der als erst zweiter Deutscher in die Hall of Fame aufgenommen wurde, bewies einmal mehr seinen Humor. „Ich habe schon angefangen, zu schwitzen. Das war schon eine stressige Situation“, gestand der 47-Jährige, der zeitweise auf sein Handy zurückgreifen musste, um seine Dankesrede zu halten. Er scherzte, er würde eine solche Situation sogar zwei Freiwürfe in der Schlussphase vorziehen. „Und zwei Freiwürfe mache ich immer rein“, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu.

Die Panne passierte während seiner Dankesrede im Berliner Kraftwerk. Er rutschte in den Text ein, als der Teleprompter versagte. Ein Moment der Verlegenheit, den Nowitzki aber mit Fassung begegnete. Seine Fähigkeit, auch unter Druck zu improvisieren, ist ihm schon immer zu eigen gewesen, und auch diesmal enttäuschte er nicht.

Blick voraus: die wm der frauen und die deutsche nationalmannschaft

Blick voraus: die wm der frauen und die deutsche nationalmannschaft

Bevor Nowitzki offiziell in die Hall of Fame aufgenommen wurde, verfolgte er in der ersten Reihe die Auslosung der Gruppen für die Heim-WM der Frauen. Er zeigte sich zufrieden mit den Gruppengegnern – Spanien, Japan und Mali – warnte aber auch vor deren Stärke. „Spanien ist gefährlich. Die waren ja letztes Jahr bei uns in der EM-Gruppe. Das Spiel habe ich sogar gesehen in Hamburg. Da haben wir ja leider verloren. Aber wir haben natürlich nicht die volle Truppe letztes Jahr am Start gehabt“, erklärte Nowitzki.

Er äußerte sich ebenfalls positiv über die deutsche Nationalmannschaft, die mit Spielerinnen wie Satou Sabally und Leonie Fiebich auf Medaillenjagd gehen wird. „Ich glaube, die Gruppe ist okay, aber es gibt keine leichten Gegner bei einer WM. Japan ist auch immer gefährlich, sie sind schnell und können normalerweise alle von außen werfen.“ Nowitzki ist überzeugt: „Mit Sicherheit ist das die tiefste, die wir im Frauen-Basketball je hatten.“

Seine Hoffnung gilt einem furiosen Auftritt der deutschen Mannschaft vor heimischem Publikum. „Ich hoffe, dass sich die Deutschen in einen Rausch spielen und wir es ins Viertelfinale – und vielleicht sogar noch mehr – schaffen.“