Nowitzki bot sich für kobe? der verpasste trade, der die nba verändert hätte
Dallas – Was wäre gewesen, wenn? Eine Frage, die in der NBA-Geschichte immer wieder aufkommt, besonders wenn man an den verpassten Trade zwischen den Dallas Mavericks und den Los Angeles Lakers denkt. Ein Deal, der nicht nur die Kräfteverhältnisse in der Liga verschoben, sondern auch eine Ära geprägt hätte. Der damalige Mavericks-Besitzer Mark Cuban enthüllte nun Details, die zeigen, wie knapp es an einem historischen Duo scheiterte.

Nowitzkis überraschendes angebot
Im Zentrum der Geschichte steht Dirk Nowitzki, der deutsche Superstar der Mavericks. Laut Cuban soll Nowitzki selbst in den Verhandlungen signalisiert haben, bereit zu sein, für Kobe Bryant zu traden. „Du kannst mich traden. Ich würde mich auch für Kobe traden“, soll der Center gesagt haben. Eine Aussage, die die Entschlossenheit der Mavericks verdeutlicht, ein Star-Duo in Dallas zu formen, das die Liga dominieren sollte.
Die Verhandlungen waren offenbar weit fortgeschritten. Cuban schilderte, wie ein Paket aus Josh Howard, Jason Terry und mehreren First-Round-Picks kurz davorstand, Kobe Bryant nach Texas zu holen. Jerry Buss, der damalige Lakers-Besitzer, soll dem Deal sogar bereits zugestimmt haben. Cuban war zuversichtlich: Während seiner Zeit bei „Dancing with the Stars“ wurden die Gespräche in jeder freien Minute weitergeführt, und er hatte den Eindruck, der Transfer sei bereits in trockenen Tüchern.
Doch dann kam Mitch Kupchak ins Spiel. Der damalige General Manager der Lakers soll Bryant letztlich von dem Schritt abgebracht haben. Kupchak erkannte offenbar das immense Talent und den Wert seines Stars und verhinderte so den Wechsel nach Dallas. Die Chance, ein Duo aus Nowitzki und Bryant zu erleben, verpuffte.
Die Ironie der Geschichte: Nur wenige Jahre später, im Jahr 2011, standen sich die beiden Teams in den Playoffs gegenüber. Und Dallas, angeführt von Nowitzki, eliminierte die Lakers in einem deutlichen Sweep. Ein bitterer Moment für Bryant und ein Triumph für Nowitzki, der ohne den verpassten Trade vielleicht nie diesen historischen Erfolg gefeiert hätte.
Obwohl beide Spieler ihre Karrieren weiterhin äußerst erfolgreich gestalteten – Kobe mit zwei weiteren Meisterschaften im Jahr 2009 und 2010, Dirk mit dem Titel 2011 – bleibt die Frage bestehen, was passiert wäre, wenn der Deal damals geklappt hätte. Hätte ein Zusammenspiel von Nowitzki und Bryant die NBA nachhaltig geprägt? Eine Frage, die wohl für immer offenbleiben wird. Die Mavericks verfolgten allerdings nie das Ziel, Bryant gegen ihren Franchise-Spieler zu tauschen, sondern wollten beide Superstars gemeinsam in Dallas auflaufen lassen.
