Norwegischer dsv-coach röiseland: krebs-operation, kein metastasen-befund – comeback in otepää
Sverre Olsbu Röiseland schrieb statt Urlaub mit der Familie eine Instagram-Beichte. Der Co-Trainer der deutschen Biathlon-Frauen verkündete am Dienstagabend, dass er sich Hodenkrebs hat operieren lassen – und direkt danach wieder durchatmete. „Die schlimmste Nachricht meines Lebens“, sagte der 35-Jährige. Die Operation sei „sehr gut verlaufen“, Metastasen seien nicht festgestellt worden.
Statt erholung: schmerz, op, neue perspektive
Röiseland hatte nach den Olympischen Spielen eine freie Woche eingeplant. Stattdessen landete er auf dem OP-Tisch in Norwegen. „Glücklicherweise haben wir ein fantastisches Gesundheitssystem“, schrieb er und bedankte sich beim medizinischen Personal. Der Norweger will bereits beim Weltcup in Otepää (15.–16. März) wieder an der Strecke stehen – eingeschränkt, aber mit dabei.
Für den DSV ist die Nachricht ein Schock, aber kein personelles Desaster. Haupttrainer Kristian Mehringer kann auf den erprobten Stab zurückgreifen, der die Athletinnen um Franziska Preuß und Co. weiter betreut. Die sportliche Leitung bestätigte, dass Röiselands Aufgaben zunächst umverteilt werden, „bis er wieder voll einsatzfähig ist“.

Appell an die männer: „lasst euch untersuchen“
Am Ende seines Posts setzte Röiseland einen deutlichen Appell. „Wenn man es früh entdeckt, sind die Prognosen sehr gut“, schrieb er. Die Botschaft ist klar: Selbstbefühlung und schneller Arztbesuch retten Leben. Die Reaktion ließ nicht auf sich warten – binnen zwei Stunden kamen über 30.000 Likes und Hunderte Kommentare, darunter viele von Sportlern, die ähnliche Erfahrungen teilen.
Der Fall Röiseland zeigt, wie schnell sich Sport-Pläne in Gesundheits-Krisen verwandeln. Für den Coach ist der Krebs bislang nur eine Episode – keine Zukunftsvision. Er will zurück an die Streckenseite, Mikrofon in der Hand, Ski im Blick. Der Weltcup in Otepää wird sein erster Testlauf auf der Lebens-Strecke, nicht nur auf der Loipe.
