Norwegen denkt über erneute olympische winterspiele nach – ein wikinger-comeback?
- Norwegen erwägt dritte ausrichtung von winterspielen
- Erfolge in italien beflügeln die debatte
- Vorherige erfahrungen und gescheiterte versuche
- Unterstützung aus dem norwegischen sport
- Mögliche austragungsorte und politische hürden
- Zukünftige olympische winterspiele: ein überblick
- Positive reaktionen aus dem verband
Norwegen erwägt dritte ausrichtung von winterspielen
Nach den jüngsten Erfolgen
bei den Olympischen Winterspielen in Italien, wo die skandinavischen Athleten den Medaillenspiegel dominierten, erwägt Norwegen erneut, die Gastgeberrolle für Olympische Winterspiele zu übernehmen. Ministerpräsident Jonas Gahr Störe signalisierte auf Facebook seine Offenheit für eine erneute Bewerbung. Dies wirft die Frage auf, ob Norwegen bereit ist, erneut die Welt zu einem großen Sportfest einzuladen.
Erfolge in italien beflügeln die debatte
Mit 18 Goldmedaillen und dem ersten Platz im Medaillenspiegel haben die norwegischen Sportler in Italien eine beeindruckende Leistung gezeigt. IOC-Präsidentin Kirsty Coventryäußerte sich bereits positiv über eine Rückkehr der Spiele in den hohen Norden, und betonte die hervorragende Infrastruktur Norwegens, von der die gesamte olympische Bewegung profitieren könnte. Diese Aussagen befeuern die Diskussion um eine erneute Bewerbung.

Vorherige erfahrungen und gescheiterte versuche
Norwegen war bereits 1952 in Oslo und 1994 in Lillehammer Gastgeber von Winterspielen. Eine Bewerbung für 2022 scheiterte jedoch an fehlenden staatlichen Garantien, woraufhin die Spiele an Peking vergeben wurden. Die aktuellen Überlegungen zeigen, dass Norwegen aus vergangenen Erfahrungen gelernt hat und nun eine realistischere Herangehensweise an eine Bewerbung verfolgt.
Unterstützung aus dem norwegischen sport
Die Chefin des nationalen olympischen Komitees, Zaineb Al-Samarai, bekräftigte, dass Norwegen die Spiele bereits erfolgreich ausgerichtet hat und dies erneut tun könnte. Auch Sportchef Tore Övrebö sieht gute Voraussetzungen: „Nach dem wikingerartigen Medaillenraubzug in Italien ist es an der Zeit, dass wir die Welt zum Fest einladen.“ Er betonte, dass Norwegen im Großen und Ganzen bereits über die notwendige Infrastruktur verfügt.
Mögliche austragungsorte und politische hürden
Neben Oslo und Lillehammer werden auch Nord-Norwegen und Tröndelag als mögliche Austragungsorte in Betracht gezogen. Die Kulturstaatsministerin Lubna Jaffery stellte jedoch eine Bedingung: Eine Einigung aller Beteiligten im Sport bezüglich einer Bewerbung und des Austragungsortes sei unerlässlich. Dies könnte eine Herausforderung darstellen, da verschiedene Interessen berücksichtigt werden müssen.
Zukünftige olympische winterspiele: ein überblick
Nach Italien wird Frankreich in vier Jahren Gastgeber sein, gefolgt von den USA im Jahr 2034. Die Schweiz gilt als Favorit für 2038. Sollte es für 2042 keinen Bewerber aus Asien geben, könnte Norwegen seine Chance nutzen. Die Konkurrenz ist also groß, aber die aktuellen Entwicklungen deuten darauf hin, dass Norwegen ernsthaft über eine erneute Bewerbung nachdenkt.
Positive reaktionen aus dem verband
Die Präsidenten der norwegischen Verbände für Eishockey, Ski, Biathlon und Eislauf äußerten sich allesamt positiv zu der Idee. Dies unterstreicht die breite Unterstützung innerhalb der norwegischen Sportgemeinschaft. Die Debatte ist eröffnet und die kommenden Monate werden zeigen, ob Norwegen tatsächlich eine Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2042 einreichen wird.
