Norris attackiert mclaren: 'wir müssen überall nachlegen, sonst bleibt mercedes unsichtbar'
Lando Norris spricht sich selbst die Wahrheit aus: Der amtierende Formel-1-Weltmeister blickt nach zwei Rennen auf eine Lücke, die ihm wehtut. McLaren ist nur Fünfter, Mercedes fliegt schon. Vor dem Großen Preis von China fordert der Brite offen mehr Tempo – und zwar auf Anhieb.
„Wir wissen, dass wir uns in allen Bereichen steigern müssen, nicht nur beim Antrieb, sondern am gesamten Auto“, sagt Norris in Shanghai. Die Worte klingen wie ein Seufzer. In Melbourne schmiss George Russell den Silberpfeil zum Sieg, Kimi Antonelli wurde Zweiter. Norris schaffte als beste McLaren-Platzierung gerade mal Rang fünf – Lichtjahre entfernt vom Podest.
Neues reglement? norris bleibt cool
Die Technik-Revolution 2026 verspricht mehr Überholmanöver und kürzere Rennzeiten. Norris ist kein Fan. „Es ist ordentlich, wir haben eine gute Ausgangsposition, aber wir wollen es noch besser machen“, sagt er mit der Gelassenheit eines Mannes, der weiß, dass gutes Setup mehr zählt als gute Absichten. Die Ingenieure in Woking haben Daten, nicht Zaubertränke. Deshalb arbeitet McLaren an einem Update-Paket, das schon im Freitagstraining von Shanghai erprobt wird.
Die Zeiten sollten laut Norris „etwas enger“ werden. Den Sprint am Samstag (4.00 Uhr MEZ) und den Grand Prix am Sonntag (8.00 Uhr MEZ) sieht er als Gradmesser. „Wir erwarten, näher dran zu sein“, sagt er. Klingt nach Hoffnung, ist aber vor allem ein Appell an die eigene Crew.

Mercedes setzt das tempo, ferrari folgt mit hamilton
Die Hierarchie ist nach zwei Rennen kristallklar: Mercedes dominiert, Ferrari mit Rekordweltmeister Lewis Hamilton und Charles Leclerc ist die zweite Kraft. Red Bull um Max Verstappen folgt als Dritte, McLaren als Vierte. Norris will diese Reihenfolge spätestens in Europa verschieben. Dafür muss das Auto in den langren Shanghai-Kurven nicht nur gut ausschauen, sondern vor allem schneller sein als die Konkurrenz.
Die Frage ist nicht, ob McLaren mitziehen kann – sondern wie schnell. In der Boxengasse wischt keiner die Daten einfach weg. Norris weiß: Wer in China nicht angreift, verliert in Imola schon den Anschluss. Und ein Weltmeister, der hinterherfährt, bleibt nur ein Champion auf Papier.
