Norovirus-ausbruch im olympischen dorf: finnlands eishockey-team in sorge
Norovirus-ausbruch im olympischen dorf: finnlands eishockey-team in sorge
Ein unerfreulicher Vorfall überschattet die Vorbereitungen der Olympischen Winterspiele in Mailand: Im finnischen Eishockey-Team wurde ein Norovirus-Ausbruch festgestellt. Vier Spielerinnen sind betroffen und mussten isoliert werden. Dies wirft einen Schatten auf das bevorstehende Auftaktspiel gegen Kanada und könnte den Turnierverlauf beeinflussen.
Erkrankung und isolierung
Laut Teamärztin Marit Valtonen
handelt es sich bei der Erkrankung um das hoch ansteckende Norovirus, das zu heftigem Brechdurchfall führt. Die betroffenen Spielerinnen und ihre Zimmerkolleginnen wurden umgehend im olympischen Dorf isoliert, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Zusätzlich wurden alle Räumlichkeiten des Teams, sowohl im Dorf als auch in der Eishalle, gründlich desinfiziert.
Absage von training und medienauftritten
Als Vorsichtsmaßnahme wurden das Training und alle geplanten Medienauftritte des finnischen Teams am Mittwoch abgesagt. Die Gesundheit der Spielerinnen hat oberste Priorität, und es soll jeglicher Kontakt vermieden werden, um die Infektion nicht weiter zu verbreiten. Die Situation wird von den Verantwortlichen genau beobachtet.

Auftaktspiel gegen kanada gefährdet
Das für Donnerstagabend geplante Auftaktspiel gegen Kanada (LIVE! ab 21:10 Uhr bei kicker) steht nun auf der Kippe. Laut den Regularien muss das finnische Team aus mindestens 17 Spielerinnen – darunter zwei Torhüterinnen – bestehen, um spielberechtigt zu sein. Ob dies im aktuellen Zustand gewährleistet ist, ist unklar.

Gespräche mit dem weltverband
“Wir führen Gespräche mit dem Eishockey-Weltverband. Wenn wir nicht in der Lage sind, eine solche Anzahl von Spielerinnen auf das Eis zu bringen, müssen wir darüber diskutieren, mit wie vielen Spielerinnen das Spiel noch gespielt werden könnte. Es wäre praktisch unmöglich, in einem solchen Turnier einen neuen Termin für das Spiel zu finden”, erklärte der finnische Generalmanager Kimmo Oikarinen gegenüber der finnischen Rundfunkanstalt Yle.
Optimismus trotz der umstände
Trotz der besorgniserregenden Situation zeigte sich der finnische Nationaltrainer Tero Lehterä zuversichtlich. “Das ist eine bedauerliche Sache, aber wir tun das, was wir tun können. Darauf hatten wir keinen Einfluss, also machen wir uns darüber keinen Stress. Unser Traum hat sich nicht geändert. Es geht weiterhin darum, die richtigen Spiele zu gewinnen, und die finden am Ende des Turniers statt”, so Lehterä.
Zahlen und fakten zu olympia
- Zwei Feuer wurden entzündet.
- 700 Stunden Proben wurden durchgeführt.
- Milliardenkosten für die Durchführung der Spiele.
