Nordische ski-wm: oberstdorf schimpft – fis-boss eliasch im kreuzfeuer!

Der Schock sitzt tief im Allgäu: Die überraschende Verschiebung der Weltmeisterschaft 2031 hat in Oberstdorf für blanken Zorn gesorgt. Georg Geiger, der Vorsitzende des SC Oberstdorf, lässt seiner Enttäuschung freien Lauf und sieht in dem Debakel die Schuld eines machtbesessenen FIS-Präsidenten.

Ein machtspiel, das den sport ausbremst

Ein machtspiel, das den sport ausbremst

„Als Sportler wollen wir gewinnen, können verlieren. Aber wenn wir zum Spielball werden, dann ist das hart“, wetterte Geiger gegenüber der Allgäuer Zeitung. Die geplatzte Vergabe ist für den Verein ein bitterer Schlag, der sich nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich bemerkbar machen wird. Die Hoffnung auf eine Entschädigung für die „Geister-WM“ vor fünf Jahren schwindet.

Die Verantwortlichen des Deutschen Skiverbandes (DSV) sehen die Situation ähnlich. „Aus unserer Sicht waren die Voraussetzungen gegeben“, erklärte ein DSV-Sprecher. „Es ist schwer nachzuvollziehen, warum trotz überzeugender Konzepte keine Klarheit geschaffen wurde.“ Der DSV fordert nun Transparenz von der FIS.

Das Tauziehen um Johan Eliasch

Im Zentrum des Chaos steht FIS-Präsident Johan Eliasch, dessen Wiederwahl am Donnerstag in Belgrad ansteht. Der schwedisch-britische Funktionär hat in den letzten Wochen für viel Kritik gesorgt, unter anderem durch die Annahme der georgischen Staatsbürgerschaft, um bei der Wahl antreten zu können. Marco Odermatt und Mikaela Shiffrin, zwei der größten Stars des Skisports, haben sich bereits öffentlich kritisch geäußert.

Die Entscheidung, die WM-Vergabe zu vertagen, wirft ein schlechtes Licht auf den Internationalen Skiverband. Die Frage ist, ob Eliasch diesen Rückschlag überleben wird und ob Oberstdorf noch eine Chance auf die Ausrichtung der WM 2031 hat. Die nächste Sitzung des FIS-Rates soll Klarheit bringen, doch die Stimmung in Oberstdorf ist alles andere als optimistisch.

Die Allgäuer Region blickt nun gespannt und mit gemischten Gefühlen auf die kommenden Entscheidungen. Eines ist jedoch gewiss: Der Skisport hat eine Zäsur erlebt, deren Folgen noch lange nachwirken werden.