Nordderby: polizei bereitet sich mit großaufgebot vor – pyro erwartet!
Bremen bebt! Das erste Nordderby seit acht Jahren, in dem Werder Bremen und der HSV als Bundesligisten aufeinandertreffen, steht vor der Tür. Die Sicherheitsvorkehrungen sind auf das absolute Maximum hochgefahren, denn die Polizei erwartet eine brisante Atmosphäre und möglicherweise Pyrotechnik. Ein Polizeiaufgebot von 700 Beamten, unterstützt von Kolleginnen und Kollegen aus sieben weiteren Bundesländern sowie der Bundespolizei, wird rund um das Weser-Stadion, im Steintorviertel und am Hauptbahnhof im Einsatz sein.
Strenge trennung der fangruppen
Schon bei der Anreise der Fans gilt es, strikte Trennung zu gewährleisten. Die HSV-Fans werden direkt am Bahnhof abgeholt und eskortiert, um jegliche Konfrontation mit den Werder-Anhängern zu vermeiden. Auch im Stadion selbst sollen Zäune für ausreichend Distanz sorgen. Für die Werder-Fans ist der Weg entlang des Weserufers ab der Sankt-Jürgen-Straße gesperrt, um weitere potenzielle Brennpunkte zu entschärfen. Ein umfassendes Verkehrskonzept wird ebenfalls umgesetzt, und kurzfristige Straßensperrungen sind im Innenstadtbereich nicht ausgeschlossen.
Die Sicherheitskräfte im Weser-Stadion selbst wurden auf mögliche Ausschreitungen vorbereitet. Um die Einlasssituation zu entzerren, öffnet das Stadion bereits zwei Stunden vor Spielbeginn. Die Erwartungen sind hoch, und die Polizei ist gewarnt: „Wir werden Pyro nicht verhindern können“, so ein Sprecher der Polizei Bremen.

Abstiegskampf und tor-garantie
Sportlich gesehen stehen für beide Teams wichtige Punkte im Abstiegskampf auf dem Spiel. Der HSV kämpft derzeit auf dem 13. Platz, während Werder Bremen auf dem 15. Rang steht. Das Duell verspricht zudem Spannung, denn in diesem Jahrtausend blieb das Nordderby in Bremen torlos – ein Umstand, der sich in dieser Saison sicherlich ändern soll. Anpfiff im ausverkauften Weser-Stadion ist um 15:30 Uhr.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Anspannung ist spürbar. Ob die Sicherheitsmaßnahmen ausreichen werden, um ein Derby ohne nennenswerte Zwischenfälle zu gewährleisten, wird sich am Samstag zeigen. Fest steht: Es wird ein Fußballfest – oder eben nicht.
