Nmecha räumt schiedsrichter ab – und kassiert trotzdem nur lacher

Felix Nmecha war schneller als seine Schuhe, schneller als seine Gedanken – und plötzlich schneller als Bastian Dankert. Der BVB-Mittelfeldspieler raste in der 55. Minute gegen Augsburg mit Vollgas in den Rücken des Unparteiischen, der Referee flog wie ein Kartenhaus im Sturm. Der Ball war woanders. Die Kurve brüllte. Dankert blieb liegen. Nmecha half ihm hoch. Und die Szene bekam ein Nachspiel, das selten ist.

Die rote karte kam – aber erst nach abpfiff

Die rote karte kam – aber erst nach abpfiff

Statt Gelb oder Rot gab es Post: Nach dem 2:0-Sieg überreichte Dankert dem 23-Jährigen eine original rote Karte – handsigniert mit „Zweikampfführung überdenken“. Kein Einspruch, keine Disziplinarkommission, nur ein Lächeln. Der BVB postete das Foto sofort: Nmecha hält die Karte wie einen Pokal, Dankert grinst daneben. „Ich glaube, nur seinem Rücken hat’s wehgetan“, sagte Nmecha und zuckte mit den Schultern. „Solche Dinger passieren, wenn beide Vollgas geben.“

Das Spiel selbst war längst gelaufen – zwei Tore, drei Punkte, Platz eins sicher. Die Kollision war der einzige Stolperer. Dankert brauchte zwei Minuten, um sich zu fangen, Nmecha bekach eine verbale Verwarnung, mehr nicht. Die Liga zeigte sich von ihrer entspanntesten Seite. Referees als Meme-Generatoren? Geht runter wie warme Semmeln.

Der Deutsche Fußball-Bund wird die Szene nicht prüfen, weil keine Tätlichkeit vorliegt. Für Nmecha bleibt die Anekdote – und ein Trikot mit Unterschrift. „Ich hab’s direkt eingerahmt“, sagte er lachend. „Meine erste rote Karte, die mich nicht kostet.“ Nächstes Mal will er den Ball treffen. Den Schiedsrichter am besten nicht.