Nmecha & adeyemi: der kampf um die wm-tickets beim bvb!

Borussia Dortmund hat die Champions-League-Qualifikation bereits sicher, doch für zwei deutsche Nationalspieler geht es am Freitag gegen Eintracht Frankfurt um deutlich mehr als nur den sportlichen Gesamterfolg: Es geht um die heiß begehrten Tickets für die Weltmeisterschaft in Nordamerika. Während die Partie an sich für den BVB keine Zwangslage mehr darstellt, stehen für Felix Nmecha und Karim Adeyemi die Uhren ganz anders.

Kovac: "ich würde mir wünschen, dass alle drei eine alternative sind."

Die jüngsten Leistungen beider Spieler ließen zu wünschen übrig. Nmecha fehlte aufgrund eines Bänderrisses im Knie, Adeyemi kämpfte mit muskulären Problemen. Doch Coach Niko Kovac brachte am Mittwoch Licht ins Dunkel: Adeyemi kehrte voll ins Training zurück, während Nmecha und Niklas Süle zumindest „teilintegriert“ sind. „Ich würde mir wünschen, dass alle drei am Freitag eine Alternative sind“, äußerte sich Kovac optimistisch, betonte aber, dass die finale Entscheidung nach dem Abschlusstraining am Donnerstag fallen werde.

Die Situation ist delikat. Während Nmecha seine Form vor der Verletzung unter Beweis stellen konnte, muss Adeyemi neben der dringend benötigten Spielpraxis auch fußballerische Argumente liefern. „Karim hatte eine leichte muskuläre Verletzung, deswegen hat er in den letzten drei, vier Wochen keine Bundesliga-Minute bekommen“, erklärte Kovac die Entscheidung, den 24-Jährigen wohl zunächst von der Bank kommen zu lassen. Das Risiko sei schlichtweg zu groß, doch wenn Adeyemi dann ins Spiel kommt, soll er „seinen Impact geben.“

Ein weiterer Faktor ist Ramy Bensebaini, dessen Ausfall wohl über die Saison hinaus andauern wird. „Er hat weiterhin Schmerzen im Fuß und ich glaube persönlich, dass es das für die Bundesliga war, aber für die WM natürlich nicht“, so Kovac.

Ein neuer fokus: kampf statt spiel

Ein neuer fokus: kampf statt spiel

Nach einer enttäuschenden Phase mit drei Niederlagen in vier Spielen fordert Kovac vom Team eine deutliche Leistungssteigerung im Heimspiel gegen Frankfurt. Die Auftritte der letzten Wochen, insbesondere die Niederlage in Mönchengladbach, waren alles andere als zufriedenstellend. "Da haben uns die Gladbacher das von der ersten Minute an vorgemacht. Wir haben es nicht verstanden, dort so dagegenzuhalten, wie man es in einem Bundesligaspiel machen muss."

Kovac machte deutlich: Es geht nicht darum, „vom Spielen zum Kämpfen zu kommen, sondern nur vom Kampf zum Spiel“. Der BVB muss sich wieder der harten Arbeit widmen und die Leidenschaft zurückgewinnen, wenn die Spieler ihre WM-Träume wahr machen wollen. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um zu sehen, wer sich am Ende einen Platz im deutschen Aufgebot sichern kann. Die Welt blickt gespannt auf Dortmund – der Kampf um die WM-Tickets hat gerade erst begonnen.