Neunkirchen: notvorstand nimmt kurs auf sanierung
Borussia Neunkirchen hat einen neuen Hoffnungsschimmer: Ein Notvorstand wurde offiziell gewählt, um den angeschlagenen Verein durch die Insolvenz zu steuern. Rainer Lauffer, Herbert Grundmann und Jens Kelm übernehmen das Ruder – ein Trio, das nun gemeinsam mit Insolvenzverwalter Thomas Becker die finanzielle Rettung anstrebt.

Die bürde von 350.000 euro
Die Situation ist ernst. Rund 350.000 Euro an Gläubigerforderungen lasten auf dem Verein, der durch einen Bestechungsskandal im Glasfaser-Ausbau in die Krise geraten ist. Der neue Notvorstand steht vor einer Mammutaufgabe: Spenden zu sammeln, Einnahmen zu generieren und die Verhandlungen mit den Gläubigern zu führen. Die nächste Mitgliederversammlung im November soll weitere Klarheit bringen.
Doch es gibt auch positive Signale. Die Bereitschaft der Mitglieder, sich für den Verein einzusetzen, ist spürbar. Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Sanierung ist zwar noch fern, aber das Fundament für eine Neuausrichtung ist gelegt. „Wir werden alles daransetzen, Borussia Neunkirchen wieder auf Kurs zu bringen“, betonte Rainer Lauffer nach der Wahl.
Die Entscheidung für ein Notvorstandstrio ist ungewöhnlich, aber notwendig. Es ermöglicht eine schnelle Entscheidungsfindung und eine breitere Basis für die anstehenden Herausforderungen. Der Weg ist noch lang und steinig, aber mit vereinten Kräften und einem klaren Ziel kann Borussia Neunkirchen vielleicht doch noch seine Zukunft sichern. Die Berichterstattung im SR info Radio vom 28. Mai 2026 unterstreicht die Dringlichkeit der Lage und die Bedeutung der aktuellen Entwicklungen.
