Neuer-comeback: nagelsmann setzt debatte auf eis!

Die Diskussion um eine mögliche Rückkehr Manuel Neuers in die deutsche Nationalmannschaft ist – zumindest vorerst – beendet. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat in der Sendung „Bestbesetzung“ bei MagentaTV deutlich gemacht, dass er die ständigen Spekulationen für nicht zielführend hält und die Entscheidung des erfahrenen Keepers respektiert.

Die wm-hoffnungen schwinden

Nach einigen Glanzleistungen des 40-jährigen Torwarts hatte die Debatte um Neuers mögliche Teilnahme an der WM in Nordamerika zuletzt wieder Fahrt aufgenommen. Lothar Matthäus, Rekordnationalspieler, hatte sich optimistisch geäußert und sogar Rudi Völler als Vermittler ins Spiel gebracht. Auch Michael Ballack schürte die Hoffnungen mit dem Begriff „passiver Optimismus“. Doch Nagelsmann lässt keine Zweifel aufkommen: „An der Situation mit Manuel hat sich nichts geändert. Er ist zurückgetreten und hat in den letzten Spielen mehrfach darüber gesprochen, dass das weiterhin Bestand hat.“

Ein klares Statement des Trainers: „Es ist gar nicht so sinnvoll, darüber stetig zu diskutieren.“ Die ständige Thematisierung der Frage belastet seiner Meinung nach unnötig.

Gute beziehungen trotz allem

Gute beziehungen trotz allem

Nagelsmann wies zudem entschieden Gerüchte über ein angespanntes Verhältnis zu Neuer zurück. „Ich habe einen tollen Draht zu Manu, auch wenn viele manchmal anderes behaupten. Wir sprechen immer wieder mal. Das war ja auch mein Spieler.“ Tatsächlich pflegt der Bundestrainer seit ihrer gemeinsamen Zeit beim FC Bayern eine enge Beziehung zum Schlussmann. „Wir telefonieren ab und zu, schreiben auch ab und zu. Wir haben auch ab und zu Kontakt miteinander über Themen, die über den Fußball hinausgehen. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis“, erklärte Nagelsmann und betonte, dass Neuer entsprechende Berichte über eine etwaige Unstimmigkeit ebenfalls dementiert habe.

Die Entscheidung ist gefallen: Julian Nagelsmann setzt auf die aktuelle Mannschaft und schließt eine Rückkehr Neuers vorerst aus. Die Frage ist nun, ob die Diskussion endgültig beendet ist oder ob die Faszination für den Weltmeister weiterhin für Gesprächsstoff sorgen wird. Die Fans müssen sich wohl damit abfinden, dass die Torwart-Legende das Turnier in Nordamerika vorerst von der Seitenlinie aus verfolgen wird.