Neuer-comeback: köpke wünscht sich wunder – aber glaubt nicht daran
Die Debatte um eine mögliche Rückkehr Manuel Neuers ins DFB-Team brodelt weiter, und nun hat sich auch Ex-Torwarttrainer Andreas Köpke zu Wort gemeldet. Sein Urteil: ambivalent. Der 64-Jährige äußert zwar einen persönlichen Wunsch, hält ein Comeback des Rekordnationaltorwarts vor der WM aber für unwahrscheinlich.

Die goldene ära ist vorbei?
Bei einer Veranstaltung des 1. FC Nürnberg und Adidas in Scheinfeld äußerte Köpke sich klar: „Ob noch was passiert, weiß kein Mensch. Fakt ist einfach, normalerweise müssten die Besten spielen bei der WM.“ Seine Aussage lässt jedoch Raum für Zweifel. „Manu ist nach wie vor der Beste“, betonte der frühere Bundestorwarttrainer. „Meine persönliche Meinung: Ich würde es mir wünschen, dass er nochmal spielt. Aber ich glaube es nicht.“
Die Situation ist komplex. Neuer hatte nach der Europameisterschaft 2024 seine Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt, obwohl er stets betonte, nicht wieder in den Kreis der Auswahl zurückkehren zu wollen. Julian Nagelsmann, der aktuelle Bundestrainer, setzt aktuell auf Oliver Baumann als Nummer eins im Tor. Die Gespräche scheinen festgefahren, obwohl die Diskussion um Neuers mögliche Rückkehr immer wieder neu entfacht wird.
Was Köpke dabei besonders stört: Die ständige Wiederholung der Debatte. „Man kann es immer wieder aufwärmen“, so Köpke, „aber Manu hat sich eigentlich klar geäußert, Nagelsmann hat sich klar geäußert.“ Neuers jüngste Aussage im ZDF-Interview unterstreicht diese Haltung: „Es wird die Weltmeisterschaft geben, aber ich bin jetzt gar nicht da drin und ich bin auch gar nicht Teil des Ganzen und deshalb schaue ich das entspannt von außen.“
Die Frage bleibt, ob der Druck von Seiten des DFB oder die Sehnsucht der Fans Neuers Meinung ändern können. Zumindest Köpke scheint sich mit dem Ausbleiben eines Comebacks abgefunden zu haben. Er beobachtet die WM wohl von der Seitenlinie – und hofft insgeheim auf eine Überraschung, die er selbst jedoch kaum für möglich hält. Die Entscheidung liegt letztendlich bei Manuel Neuer, dessen Karriere einen weiteren, möglicherweise entscheidenden Wendepunkt erreicht.
