Neuer verteidigt sich: kein patzer beim wm-debakel gegen ecuador!

Schock in der WM-Gruppe: Das deutsche Nationalteam verlor überraschend mit 1:2 gegen Ecuador. Und mitten im Chaos der Nachbetrachtung meldet sich nun der erfahrene Manuel Neuer zu Wort – und verteidigt sich vehement gegen den Vorwurf, am entscheidenden Gegentreffer Schuld zu sein.

Der torwart-boss widerspricht

Der torwart-boss widerspricht

Die Frage, ob er sich den Treffer von Gonzalo Plata (78.) auf die Kappe nehmen müsse, beantwortete Neuer mit einer deutlichen Entgegnung. Es sei, so der 40-Jährige, keine Frage der Diskussion: „Nein“, betonte er, „ich habe meine Aufgabe erfüllt.“ Er verweise auf die Situation vor seinem Tor, wo der Ball war und was mit dem Ball geschah.

Neuer erklärte, er sei darauf konzentriert, das zu sehen, was vor ihm passiert. „Wenn ich anfange, im Fünfer auf Brustwarzen-Höhe Bälle rumzupatschen, wäre es möglicherweise ein Eigentor gewesen – das wäre fatal gewesen. Stattdessen handelte es sich um eine ganz normale Kopfballverlängerung.“ Ein Standardvorgehen, wie er es bei jedem Torwart bekannt sei, der schon einmal ein Spiel bestritten habe.

Die Kernaussage: Der Ball hätte „überall hin“ verlängert werden können. Doch er landete unglücklich auf der Fußspitze von Plata und im deutschen Netz. Für Neuer bedeutet dies ein herber Rückschlag in einer bisher von Pech überschatteten WM.

Die Bilanz ist düster: Sieben Schüsse aufs deutsche Tor, davon vier im Kasten. Neuer blieb in allen bisherigen Spielen ohne Sieg. Julian Nagelsmann hatte den Routinier eigens für die Endrunde aus dem DFB-Ruhestand geholt – ein gewagter Schachzug, der sich bisher nicht ausgezahlt hat.

Bundestrainer Nagelsmann relativierte die Situation: „Der erste Ball war extrem schwer, der geht vorher durch die Beine. Beim zweiten Tor ist es extrem schwierig zu reagieren. Der Ball wird am kurzen Pfosten verlängert, der Spieler kommt dann aus seinem Rücken. Das war eine undankbare Situation, das müssen wir anders verteidigen.“ Auch ARD-Experte Bastian Schweinsteiger stimmte zu: „Es ist extrem schwer für einen Torwart, da zu reagieren.“

Schweinsteiger räumte ein, dass Neuer „manchmal“ das Gefühl vermittelt, dass die großen Paraden noch ausstehen. „Aber es gab auch noch nicht so viele Schüsse aufs Tor.“ Er betonte jedoch: „Er wird für unser Spiel noch sehr wichtig werden.“

Die Aussagen von Neuer und Nagelsmann zeigen, dass im deutschen Team trotz des Rückschlags die Hoffnung auf eine erfolgreiche WM-Teilnahme weiterlebt. Doch die kommenden Spiele werden zeigen, ob Neuer seine Kritiker verstummen lassen und seine Rolle als Rückhalt des Teams übernehmen kann. Die Latte liegt hoch – und die Zeit drängt.