Neuer sticht real in die augen: bayern feiert ersten sieg seit 2001!
Madrid bebte, als der FC Bayern erstmals seit einem Vierteljahrhundert die Festung Bernabéu bezwingen konnte. Ein glänzendes Bayern-Kollektiv, angeführt von einem herausragenden Manuel Neuer und dem neu formierten Sturmduo Kane und Díaz, sicherte sich einen wichtigen 2:1-Erfolg im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den spanischen Rekordsieger.
Kompgany feiert copa-debüt, kane brilliert
Für Vincent Kompany war es sein hundertstes Spiel an der Bayern-Bank, und er konnte kaum ein besseres Geschenk annehmen. Harry Kane, dessen Einsatz bis kurz vor dem Spiel noch fraglich war, bewies mit einem Tor und einer Vorlage, warum er als einer der besten Angreifer der Welt gilt. Seine Präsenz war nicht nur entscheidend für den Sieg, sondern auch ein Zeichen der Stabilität für die anspruchsvolle Aufgabe.
Die Partie war ein wahres Chancenfestival, geprägt von Fehlern und Glanzmomenten. Luis Díaz brachte die Bayern kurz vor der Pause in Führung (41.), nachdem Kane mit einem cleveren Ablagespiel die Vorarbeit geleistet hatte. Nur 20 Sekunden nach Wiederanpfiff ließ Kane dann mit seinem elften Saisontor in der Königsklasse keine Zweifel mehr aufkommen (46.).
Real Madrid antwortete zwar durch Kylian Mbappé (74.), doch die Bayern verteidigten den knappen Vorsprung souverän. Der Sieg ist besonders süß, da der letzte Erfolg der Münchner im Bernabéu im Halbfinal-Rückspiel 2001 datiert, als man mit Stefan Effenberg und Oliver Kahn im Team den Henkelpott heimholte.
Ein weiterer Vorteil für die Bayern: Im Rückspiel am kommenden Mittwoch muss Real auf den gelbgesperrten Aurélien Tchouaméni verzichten. Die Schlüsselrolle für Kompany liegt dabei auf Kane, der nach seiner Knöchelverletzung wieder voll einsatzfähig ist und „in Topform“ zu sprechen scheint, wie sein Trainer verriet.
Doch auch Real Madrid zeigte, dass man sich nicht kampflos geschlagen geben wird. Vor dem Spiel wurde Joselus Siegtor im Halbfinal-Rückspiel 2024 auf den Bildschirmen gezeigt, um die Erinnerung an den Triumph wachzurufen. Die Atmosphäre im Stadion war entsprechend aufgeladen.
Die Bayern erwiesen sich von Beginn an als robust. Bereits in der neunten Minute verpasste Dayot Upamecano nach einer Vorlage von Joshua Kimmich die frühe Führung. Die Gefahr, vor der Max Eberl gewarnt hatte, manifestierte sich schnell: „Real mag teilnahmslos wirken“, so Eberl, „doch auf einmal sind sie da.“ Ein Patzer von Neuer wurde fast zur Katastrophe, doch der Welttorhüter konnte in höchster Not gegen Mbappé retten. Auch Vinicius Junior scheiterte an Neuer (18.).
Die Bayern, die ihr sonst so aggressives Pressing vermieden, ließen Real Madrid immer wieder zu schnellen Kontern kommen. Die Führung resultierte aus einem unglücklichen Rückpass von Vinicius, der an Michael Olises Arm hängen blieb. Schiedsrichter-Experte Lutz Wagner erklärte, dass die Szene daher nicht als Strafstoß gewertet werden konnte. Kane und Gnabry legten dann den Ball perfekt für Díaz zum 2:0 herein. Das Tor gab den Bayern deutlich mehr Selbstvertrauen.
Ein Patzer von Upamecano ermöglichte Vinicius kurzzeitig die Möglichkeit zum Anschlusstreffer (61.), doch Neuer war erneut zur Stelle. Auch in der turbulenten Schlussphase bewies der deutsche Nationaltorwart seine Klasse und verhinderte weitere Gegentreffer.

Neuer hält bayern im spiel
Manuel Neuer war nicht nur ein sicherer Rückhalt, sondern auch ein entscheidender Faktor für den Sieg. Seine Paraden hielten Real Madrid in Schach und demonstrierten einmal mehr, warum er zu den besten Torhütern der Welt zählt.
Der Sieg in Madrid ist ein deutliches Signal an die Konkurrenz: Der FC Bayern ist zurück und bereit, um den Titel in der Champions League zu verteidigen. Die Ausgangslage vor dem Rückspiel ist ideal, aber die Aufgabe wird alles andere als einfach.
