Neuer spielt 40+ und frisch: eberl wirft torhüter-tür weit auf

Madrid – 40 Jahre, eine Saison voller Kritik, dann eine Nacht im Bernabéu, die alles umkehrt. Manuel Neuer lässt Kylian Mbappé verzweifeln, der FC Bayern gewinnt 2:1, und Max Eberl zieht die Konsequenz: Die Vertragsverlängerung liegt bereit, Neuer darf nur noch unterschreiben.

„Er braucht keine großen Argumente mehr liefern“, sagt der Sportvorstand nach der Partie, als hätte er das Manuskript schon seit Wochen in der Tasche. Die Botschaft ist ein Angebot, kein Ultimatum: Bleib gesund, bleib mutig, dann reden wir. Die Tür steht offen – sperrangelweit.

Die parade gegen mbappé war nur die spitze

In der 66. Minute tanzt der Franzose, Neuer bleiben nur Millisekunden. Die Hand ist am Ball, das Bein folgt, das Stadion verstummt. Sport1 gibt eine 1, Eberl gibt ein Schulterklopfen. „Ehrlicherweise bin ich nicht erstaunt“, sagt er. Die Saison war kein Abstieg, nur ein langer Flug durch Turbulenzen. Jetzt gilt: Wer landen kann, darf weiterfliegen.

Neuer selbst schweigt sich aus, wie eh und je. Er will erst die restlichen April-Spiele absitzen, dann entscheiden. Ein Luxus, den ihm der Klub gewährt. 40 Jahre, 700 Pflichtspiele, einmal Kreuzbandriss, null Zweifel an der Loyalität. Die Frage lautet nicht mehr, ob er kann, sondern: Wie lange will er noch?

Die zahlen sprechen für den kapitän

Die zahlen sprechen für den kapitän

13 Saves in der Champions-League-K.o.-Phase, 79 % gehaltene Schüsse – seine beste Quote seit 2018. Die Analysten sprechen von „alter Elite“, die Fans von „unserem Mann“. Im Kabinentrakt nennt man ihn „den Zeitlosen“. Ein Verein, der sonst Altersgrenzen diskutiert, macht hier eine Ausnahme. Die Leitung hat sich längst entschieden, nur der Torhüter fehlt noch bei der Unterschrift.

Der Sommer rückt näher, das Ende des Vertrags ebenso. Doch nach dieser Nacht in Madrid wirkt das Datum wie ein Detail. Wenn Neuer will, spielt er mit 41 in der Champions League. Und wenn er nicht will, geht er als Legende, die nie aufhörte, sich neu zu erfinden.