Neuer schreibt geschichte: kreis schliesst sich bei wm-comeback
Manuel Neuer, die deutsche Fussballlegende, hat Geschichte geschrieben. Sein überraschendes Comeback in der Nationalmannschaft für die WM 2026 schliesst einen Kreis, der über 16 Jahre zurückreicht. Ein Kreis, der mit einem Freundschaftsspiel gegen die Elfenbeinküste begann und nun in Kanada seine Fortsetzung findet.
Die rückkehr des torwarts: mehr als nur ein spiel
Die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann, Neuer zurück in den Kader zu berufen, war ein Signal an die Nation: Die Erfahrung eines Weltmeisters wie Neuer ist unbezahlbar. Und Neuer selbst? Er hat sich in einer Pressekonferenz offen und ehrlich geäussert: „Ich bin 40, ja, aber ich fühle mich fit und bereit. Das ist mein letztes Turnier, das stehe für mich im Prinzip fest.“ Eine Ansage, die vor dem wichtigen Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste Gewicht hat.
Doch es geht bei diesem Comeback um mehr als nur die sportliche Leistung. Die frühere Begegnung mit der Elfenbeinküste im Jahr 2009 ist vielen Fans in Erinnerung geblieben. Damals stand neben Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski auch der junge Manuel Neuer im Tor. Ein Spiel, das mit 2:2 endete und von einer kämpferischen Leistung beider Mannschaften geprägt war. Stefan Kiesling erinnerte in einem Interview an das Duell mit Guy Demel – ein Zeichen für die lange Geschichte, die Deutschland und die Elfenbeinküste im Fussball verbindet.

Die aussprache mit baumann: offene worte und respekt
Die Situation um die Torwartposition war keineswegs einfach. Oliver Baumann, der kurzfristig als Nummer zwei zurückkehrte, und Neuer tauschten sich offen aus. „Wir haben uns unterhalten, es waren offene Worte“, so Neuer. „Gerade auf dem Platz ist es so, dass man sich gegenseitig unterstützen muss.“ Ein Zeichen von Professionalität und Respekt, das in der heutigen Fussballwelt selten zu finden ist. Die Chemie muss stimmen, und das scheint der Fall zu sein.
Und was hat der Bundestrainer zu sagen? Julian Nagelsmann traut seinem Team den maximalen Erfolg zu. „Ich glaube, dass es für mich ein absolutes Geschenk ist, nochmal dabei zu sein. Und für mich wäre es natürlich etwas ganz Besonderes, das ein zweites Mal zu schaffen“, erklärte Neuer. Ein deutliches Signal an die Konkurrenz und ein Versprechen an die Fans.
Neben den sportlichen Aspekten sorgte auch die Einreise von Elye Wahi für Aufregung. Lange Zeit war fraglich, ob der ivorische Stürmer überhaupt nach Kanada reisen darf. Doch am Donnerstag erfolgte die erlösende Nachricht: Wahi darf doch an der WM teilnehmen. Ein Glücksfall für die Elfenbeinküste, der das Spiel gegen Deutschland noch spannender macht.
Die WM 2026 in Kanada wird somit nicht nur ein Fussballturnier, sondern auch ein Fest der Freundschaft und des Sports. Und Manuel Neuer, der Mann, der Geschichte schreibt, wird zweifellos eine zentrale Rolle dabei spielen.
