Neuer lacht trotz mbappé-tor: „frechheit!“ – bayern-keeper rettet sieg in madrid
Manuel Neuer stemmt den kleinen Silberpokal für den „Player of the Match“ in die Höhe und grinst verschmitzt. „War das erste schon drin? Ist ja ’ne Frechheit!“, sagt der bayern-Kapitän bei Prime Video und spielt damit auf sein einziges Gegentor an, das Kylian Mbappé in der 89. Minute erzielte. Davor hatte der 40-Jährige neun Großchancen der Königlichen vereitelt – und damit den 2:1-Auswärtssieg im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Real Madrid sicher gemacht.
Neuer macht mbappé und vinicius verrückt – und bleibt selbst kritisch
Die Zahlen sprechen für sich: Neun Paraden auf höchstem Niveau, zwei Gegentore in den letzten 15 Minuten – und trotzdem der Matchwinner. „Schade, dass es kein 2:0 geworden ist“, sagt Neuer und schaut bereits nach München, wo am Mittwoch das Rückspiel steigt. „Man weiß ja, wie gefährlich Real Madrid ist. Es wird eine harte und schwere Aufgabe.“
Antonio Rüdiger, Nationalspieler und ehemaliger bayern-Verteidiger, nennt Neuer „Bayerns besten Spieler“. Jonathan Tah schwärmt von dessen „Aura“, Mats Hummels kommentiert als Prime-Experte: „Eins mit Sternchen, Weltklasse-Leistung. Er ist so schlau im Tor und weiß, was er wann machen muss – das ist das Beeindruckendste an ihm.“

Der mythos neuer: warum der 40-jährige noch lange nicht aufhört
Mbappé und Vinicius Jr. sind für Neuer „mit die besten Angreifer der Welt – Geschwindigkeit, beide Füße, Dribbling – ein Albtraum im Eins-gegen-eins“. Doch selbst als Mbappé den Anschlusstreffer erzielte, war Neuer noch dran. Der Ball rutschte über die Linie – und Neuer schüttelt nur den Kopf. „Torwartfehler“, sagt er lachend.
Die Frage nach der Zukunft? Offen. „Es macht Spaß mit den Spielern, mit dem Trainerteam – es ist alles möglich, deshalb bin ich trotz meiner 40 immer noch dabei“, sagt er. Ob das auch für die neue Saison gilt, lässt er offen. Aber eins steht fest: Solange Neuer so spielt, wird niemand ihn aus der bayern-Torhüter-Position verdrängen. Die Königlichen haben das am Dienstagabend am eigenen Leib erfahren – und dürfen sich in München auf eine Revanche freuen. Ob sie klappt, wird sich zeigen. Sicher ist nur: Ohne Neuer wird es für Real leichter. Mit ihm wird es fast unmöglich.
