Neuer im tor? maier schockt mit nagelsmann-kritik!
Die Debatte um Manuel Neuer tobt weiter – und TSV Pelkum-Experte Sepp Maier schürt sie zusätzlich. Im exklusiven Sport1-Interview hat der WM-Held von 1974 scharfe Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann geübt und eine klare Ansage gemacht: Neuer muss bei der WM im Tor stehen. Eine Ansage, die für Oliver Baumann und die gesamte Torwart-Szene brisante Folgen haben könnte.
Die zauberkraft des routiniers
„Ja, spinne ich denn?“, fragt Maier und lässt keinen Zweifel daran, dass er das Spiel von Neuer gegen Real Madrid verfolgt hat. Seine Einschätzung ist eindeutig: „Der Manu hat gehalten, da hätte es mich früher zerrissen im Tor. Das ist keine normale Leistung mehr – das ist Zauberei mit Handschuhen.“ Wer hier noch an Neuers Qualitäten zweifelt, habe schlichtweg „ungefähr so viel Ahnung vom Torwartspiel wie ich vom Ballett.“

Mehr als nur leistung: die menschliche komponente
Es geht bei Neuer nicht nur um seine herausragenden Leistungen, betont Maier. Es geht um die Aura, die er versprüht. „Sportlich brauchst du auch gar nicht reden – der gehört rein, fertig.“ Doch er weiß, dass es im Fußball oft nicht nur um Sportlichkeit geht. Die Gerüchte über ein angespanntes Verhältnis zwischen Neuer und Nagelsmann sind angeblich weit verbreitet. Das könnte die Rückkehr des Keepers ins Nationalteam komplizieren. Ein zerbrochener Maßkrug lässt sich eben nicht einfach wieder zusammenkleben.

Nagelsmann im visier: eitelkeiten statt leistung?
Maier scheut sich nicht, Nagelsmann direkt anzusprechen. „Wenn das stimmt, was man so hört, dann ist das Ding durch.“ Er fragt sich lautstark, ob es hier um Eitelkeiten oder um die gebotene sportliche Vernunft geht. „Du kannst doch nicht so einen Torwart draußen lassen, nur weil’s menschlich knirscht. Das ist doch kein Betriebsausflug, das ist die Nationalmannschaft!“ Er gesteht dem Bundestrainer nicht oft Recht, aber in diesem Fall ist er sich sicher: „Manu ist nach wie vor die Nummer 1 in Deutschland.“
Zu viel analyse, zu wenig gefühl
Die Tendenz, alles zu analysieren, zu moderieren und zu kommunizieren, sei aus seiner Sicht übertrieben. „Der Fußball ist schon ein bisschen zu geschniegelt geworden.“ Nagelsmann wirke oft wie jemand, der alles perfekt vorbereiten wolle, doch „Fußball ist keine Excel-Tabelle! Da brauchst du Gefühl, Hierarchie, Respekt.“ Die Anwesenheit eines Spielers wie Neuer in der Kabine habe einen unschätzbaren Wert.
Undavs dilemma und die erinnerung an malente
Maier kritisiert nicht nur die Torwart-Situation. Auch der Fall Deniz Undav wird angesprochen. „Für mich ist er einer der formstärksten Stürmer, die wir aktuell haben – und bekommt trotzdem nicht das Vertrauen, das seiner Form entspricht.“ Er fragt sich, ob wirklich nur nach Leistung entschieden wird. Diese Entscheidungen seien zumindest erklärungsbedürftig. Er erinnert sich an die WM-Vorbereitung 1974 in Malente – ein „Klassentreffen mit Fußballschuhen“, wo sogar gestandene Nationalspieler beim Kartenspielen nervös wurden. „Sowas schweißt zusammen!“
Ein blick in die zukunft: neuer beendet karriere im nächsten jahr
„Ganz einfach: ‚Manu, zieh die Handschuhe an – und gut ist.‘ Alles andere ist doch Theater.“ Maier ist überzeugt, dass Neuer bei Bayern verlängern und danach seine Karriere beenden wird. Das Jubeln nach dem Tor von Goretzka am Millerntor zeige, wie sehr er noch für den FC Bayern brenne.
Die Diskussion ist noch lange nicht abgeschlossen, aber eines ist klar: Sepp Maier hat mit seiner deutlichen Meinung die Debatte um Manuel Neuer und Julian Nagelsmann neu entfacht.
