Neuer entzaubert mbappé: bayern schockt real im bernabéu

40 Jahre alt, 9 Paraden der Extraklasse und ein Schlag ins Kontor des 15-Mal-Champions-League-Siegers: Manuel Neuer hat Real Madrids Galaktische in der 2:1-Auswärtscausa des FC Bayern fast allein in die Knie gezwungen. Die Königlichen? Verzweifelt, weil ihre Superstars an einem einzigen Torhüter scheiterten.

Neuer gegen die welt – und die welt verliert

Kylian Mbappé, Vinícius Júnior, Rodrygo – sie alle liefen an, zogen ab, trafen aber nur den Mann im Bayern-Gehäuse. „Das ist ja ’ne Frechheit“, lachte Neuer bei Prime Video, als man ihn auf die Parade-Serie ansprach. Dabei war der Franzose doch kurz vor Schluss endlich fündig: Ein Abpraller landete bei Mbappé, diesmal war selbst Neuer machtlos. „Torwartfehler“, scherzte der Kapitän, „der erste war wohl schon drin.“

Die Zahlen sprechen ohne Spaß: 2,23 xGOT (expected goals on target) für Real, aber nur ein Tor – ein Koloss-Wert, der erklärt, warum die Madrilenen trotz 60-minütiger Druckphase mit leeren Händen dastanden. Jonathan Tah sprach von einer „Aura“, Mats Hummels von „1 mit Sternchen“. Vincent Kompany warnte trotzdem: „Wir müssen noch einmal gewinnen, um weiterzukommen.“

Bayern findet zurück zur alten dominanz

Bayern findet zurück zur alten dominanz

Der Sieg im Bernabéu war kein Zufall. Bayern presste früh, spielte mit Tempo und nutzte die Räume, die Real im Aufbauspiel lässt. Kane verwandelte einen Handelfmeter eiskalt, Musiala schob nach schönem Doppelpass mit Sané das 2:0 ein. Die Defensivarbeit war kollektiv, die Chancenverwertung endlich wieder Champions-League-reif.

Die letzte Viertelfinal-Pleite gegen Real liegt 14 Jahre zurück; seitdem folgten drei Niederlagen im K.o.-Duell, zwei Halbfinal-Ausscheidungen und das berüchtigte 0:4 unter Niko Kovac. Die „Bestia Negra“-These lebt also wieder – zumindest für eine Nacht.

Rückspiel in münchen: ein tor recht, ein tor zu wenig?

Rückspiel in münchen: ein tor recht, ein tor zu wenig?

Die Münchner fahren mit einer knappen Führung, aber auch mit der Erkenntnis nach Hause, dass ein einziger Gegentreffer die gesamte Rechnung zunichte machen kann. Real hat im Allianz Arena schon zu oft getroffen, um sich von einem 2:1-Rückstand beeindrucken zu lassen. „Wir wissen, wie gefährlich sie sind“, sagte Neuer, „aber wir wissen auch, dass wir sie ärgern können.“

Am Mittwoch steht die Entscheidung an. Die Fans erwarten ein offenes Spiel, die Buchmacher sehen Bayern leicht vorne – und Manuel Neuer? Der wird 41 in drei Wochen und sagt: „Solange es mir Spaß macht, bin ich dabei.“ Nach dieser Vorstellung glauben ihm alle.