Neuer bundestrainer im rugby: poppmeier übernimmt nach kuhlmann-rücktritt

Ein Umbruch im deutschen Rugby: Michael Poppmeier wird neuer Bundestrainer der „Schwarzen Adler“. Der 43-Jährige beerbt Mark Kuhlmann, dessen Rücktritt nach dem Abstieg aus der Europameisterschaft und nach fast sechs Jahren im Amt für Gesprächsstoff sorgte. Die Entscheidung des Verbandes Rugby Deutschland fiel am Montag – ein frischer Wind weht nun über den deutschen Rugby-Sport.

Die herausforderung: talententwicklung in der 15er-liga

Die herausforderung: talententwicklung in der 15er-liga

Poppmeier, der dem Trainerstab von Kuhlmann bis zuletzt angehörte, steht vor einer immensen Aufgabe. Er soll vor allem aus den Reihen der Bundesliga ein konkurrenzfähiges Team formen und weiterentwickeln. Der Abstieg aus der Europameisterschaft hat seine Spuren hinterlassen, und die kommende Saison in der zweitklassigen Europe Trophy wird eine Zäsur sein – erstmals seit 2021/22 muss Deutschland hier ran.

„Wenn wir ehrlich sind, ist das im Moment auch unser Level, denn wir sind ein Team, das zum größten Teil aus Amateuren besteht“, so Poppmeier unlängst. Doch er sieht darin auch eine Chance: „die Möglichkeit, unter den gegebenen Rahmenbedingungen das Team neu aufzustellen, junge und talentierte Spieler einzubauen, die von erfahrenen und etablierten Spielern angeführt werden.“

Seine Strategie: Nachhaltige Verbesserungen. Der ehemalige Nationalspieler (48 Länderspiele) setzt auf kontinuierliche Fortschritte und eine solide Basis. „Am Ende geht es darum, unsere Performance nachhaltig und konstant zu verbessern. Die Ergebnisse resultieren daraus dann automatisch“, erklärt Poppmeier. Es geht darum, eine Kultur zu schaffen, in der sich junge Talente entfalten können und gleichzeitig die Erfahrung der Routiniers zum Tragen kommt.

Vizepräsident Leistungssport, Jürgen Schlicksupp, äußerte sich begeistert: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Michael Poppmeier einen Cheftrainer gewinnen konnten, der die Schwarzen Adler bereits seit vielen Jahren kennt und begleitet.“ Die Erwartungen sind hoch, die Herausforderungen sind klar – aber mit Poppmeier am Ruder scheint der deutsche Rugby-Sport bereit für einen Neuanfang.