Netzhoppers kassieren dämpfer in düren – playoff-platz trotz k.o. sicher

Kurz vor dem Hauptrunden-Finale haben die Netzhoppers Königs Wusterhausen einen unerwarteten Rückschlag verkraftet. Bei den Powervolleys Düren unterlagen die Brandenburger am Mittwochabend mit 1:3 (25:23, 18:25, 21:25, 15:25) – und das, obwohl sie den ersten Satz noch für sich entschieden hatten.

Auftakt nach maß, dann blackout

Der Satzgewinn im Auftaktabschnitt täuschte. Mit aggressiven Aufschlägen und schnellem Blockspiel zwangen die Netzhoppers Düren in die Defensive, doch die Antwort der Westfalen folgte prompt. Im zweiten Durchgang drehten die Powervolleys auf, servierten härter, attackierten variabler – und brachen die Gäste. Was danach folgte, war ein offener Schlagabtausch, der aber nur auf der einen Seite endete: Königs Wusterhausen verloroobald die Annahme wankte, bröckelte das gesamte Spielsystem.

Die Statistik liefert klare Zahlen: 15 Punkte im vierten Satz bedeuten die niedrigste Ausbeute der Netzhoppers in dieser Saison. Coach Michael Warm musste zugeben, dass seine Mannschaft „die eigene Fehlerquote nicht in den Griff bekam“. Düren hingegen nutzte jede Schwäche gnadenlos aus und feierte den vierten Sieg in Serie.

Tabellenplatz bleibt, saisonziel steht

Tabellenplatz bleibt, saisonziel steht

Trotz der deutlichen Pleibe bleibt Königs Wusterhausen auf Rang sieben der Volleyball-Bundesliga – und damit sicher in den Playoffs. Die Ausgangslage ist paradox: Die Niederlage schmerzt, ändert aber nichts am Klassenziel. Am Samstag empfangen die Netzhoppers nun den VfB Friedrichshafen, den einzigen Verfolger, der noch theoretisch an den Brandenburgern vorbeiziehen könnte. Ein Sieg würde nicht nur das Selbstvertrauen zurückbringen, sondern auch das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde festzurren.

Die Powervolleys haben mit dem Erfolg ihrerseits die Vizemeisterschaft praktisch sicher – die Meisterschaftsrunde rückt in greifbare Nähe. Für die Netzhoppers heißt es nun, den Kopf aus der Dürener Wolke zu nehmen und sich auf das letzte Hauptrunden-Spiel zu konzentrieren. Denn eines ist klar: In den Playoffs zählt nur, wer in drei Gewinnsätzen die Nerven behält.