Neto droht champions-league-aus – chelsea bangt um stürmer vor psg-showdown
Pedro Neto schoss Chelsea mit zehn Toren bis ins Achtelfinale, nun droht ihm genau dort der Rauswurf. Die UEFA hat ein Disziplinarverfahren gegen den Flügelflitzer eröffnet – wegen eines Schubsers gegen einen Balljungen am Parc des Princes. Das 2:5 im Hinspiel war schon bitter, das mögliche Fehlen des Top-Scorers wäre der nächste Schlag.
Die szene, die alles auslöste
90. Minute, Chelsea will schnell Anstoßen, der Ball liegt beim Jugendlichen am Seitenrand. Neto rennt hin, drückt ihn weg, der Junge fällt theatralisch, Beide Mannschaften raufen sich, Gelb-Rot-Flut. Neto reicht wenig später die Hand, überreicht sein Trikot, erklärt sich: „Ich wollte nur den Ball, es war hitzig, tut mir leid.“ Die Entschuldigung half auf dem Platz, reicht aber nicht vor dem UEFA-Verfahren.
Ceferin lässt prüfen, ob „unsportliches Verhalten“ vorliegt – ein Begriff, der Sperren zwischen einem und drei Spielen erlaubt. Die Berufungskammer trifft sich am Montag, 48 Stunden vor dem Rückspiel in Stamford Bridge. Chelsea-Coach Pochettino muss also mit dem Worst-Case planen: auf seinen besten Dribbler verzichten, wenn die Saison auf dem Spiel steht.

Warum der balljunge ebenfalls in der kritik steht
Experten-Meinung: Der Assistent hätte schneller eingreifen müssen, stattdessen lieferte der Jugendliche eine Schwalbe ab, die selbst Neymar verblüfft hätte. Neto’s Fehler bleibt trotzdem: In der Champions League zählt jede Sekunde, aber keine Sekunde entschuldigt Gewalt – selbst auf Mikroniveau.
Die Zahlen sind hart: Ohne Neto’s zehn Torbeteiligungen stünde Chelsea nicht im K.o.-Stadium. Seine 34 erfolgreiche Dribblings sind Liga-High, seine Geschwindigkeit war Plan A gegen das hochstehende PSG-Pressing. Fällt er aus, rutscht Sterling ins Zentrum, ein Spieler, der in dieser Saison noch kein einziges Pflichtspiel über 90 Minuten durchlief.
Die UEFA entscheidet also nicht nur über eine Sperre, sondern möglicherweise über die Englische Viertelstunde in Europas Elite. Chelsea-Fans wittern Verschwörung: Pariser Balljungen seien bekannt dafür, das Tempo zu bremsen – ein Ritual, das UEFA-Delegierte seit Jahren tolerieren. Die Ironie: Wer den Gegner ausbremst, riskiert selbst, ausgebremst zu werden.
Wenn Neto am Dienstag in London fehlt, wird nicht nur ein Spieler ersetzt, sondern ein ganzes Angriffskonzept. Und die Moral von der Geschichte? Selbst ein kleiner Schubser kann eine große Karriere aus dem Rhythmus bringen – und eine 120-Millionen-Truppe in die Knie.
