Nebo zerlegt maccabi: mailand rast mit doppel-doppel richtung play-in

Josh Nebo hat dem PalaLido einen Abschied geschenkt, den sich selbst die hartgesottenen Seidenerinnerung nicht mehr raubt. 19 Punkte, 10 Rebounds, 2 Blocks – und plötzlich liegt EA7 Emporio Armani Milano mit 96:87 auf dem Weg Richtung Play-in. Gegen Maccabi Tel-Aviv reichte das, um Spieltag 31 der EuroLeague mit 16:15-Bilanz hinter sich zu lassen. Ein Sieg bis Saisonende trennt die Lombarden vom zehnten Platz, zwei vom Sechsten.

Shields trifft doppelt ins herz, nebo schlägt zurück

Shields trifft doppelt ins herz, nebo schlägt zurück

Die Partie war nie sicher, nur kurzzeitig mit +15 (57:42). Devonte Green und Yovel Zoosman nagten das Defizit Stück für Stück herunter, bis ein 9:0-Lauf von Maccabi bei 4:10 Minuten nur noch 84:80 anzeigte. Da trat Shavon Shields in den Drei-Punkt-Strudel, traf zweimal hintereinander und schickte 11.000 Zuschauer in den vorzeitigen Siegesrausch. Nebo blockte Hankins, verwandelte zwei Freiwürfe, und das Kapitel PalaLido war für Mailand Geschichte.

Dabei hatte Coach Giuseppe Poeta fast die komplette Rotation über Bord geworfen. Ob Brooks mit mageren 5 Punkten oder LeDay mit 15 Zählern in der ersten Hälfte – die Stars antworteten, wenn es brenzlig wurde. Sergio Rodríguez fiel aus, doch Bolmaro (9 Punkte) und Ellis (12) füllten die Lücken mit Tempo und Zug zum Korb. Die Italiener gewannen die Ballverluste 13:16, verwandelten 18 von 20 Freiwürfen und hielten Maccabi bei 38 % aus dem Feld. Statistik, die sich ins Play-in rechnet.

Die Israelis stemmten sich mit 17 Offensiv-Rebounds dagegen, doch jedes Mal, wenn der Vorsprung schmolz, fand Mailand eine Antwort. Walker verpasste die letzte Chance bei 87:92, 13 Sekunden vor Schluss. Das PalaLido tobte, Nebo wedelte mit beiden Armen, und die EuroLeague-Spannung bleibt bis zum letzten Wurf erhalten.

Für Milano steht jetzt ein Wochenende in der Serie A an, bevor es am 19. März nach Barcelona geht. Sollte das Team dort gewinnen, rückt der Sechste Platz in Reichweite – und mit ihm das Selbstvertrauen, das in dieser Saison oft kurz war. Die Fans haben ihren Abschied vom alten Tempel gefeiert. Die nächste Arena wartet schon, und Josh Nebo hat bewiesen: Er trägt die Farben, solange die Musik spielt.