Nba trauert: legendärer coach rick adelman stirbt mit 79 jahren
Die Basketballwelt trauert um eine ihrer prägenden Figuren: Rick Adelman, einer der erfolgreichsten und respektiertesten Trainer der NBA-Geschichte, ist im Alter von 79 Jahren verstorben. Seine lange und beeindruckende Karriere, geprägt von taktischer Brillanz und menschlicher Integrität, hinterlässt eine tiefe Lücke.

Ein vermächtnis aus triumphen und knapp verpassten titeln
Adelman, der 2021 in die Basketball Hall of Fame aufgenommen wurde, führte seine Teams über 23 Saisons hinweg zu einer Bilanz von 1.042 Siegen und 749 Niederlagen – ein bemerkenswerter Wert, der ihn in die Top 10 der NBA-Trainer überhaupt einordnet. Er war einer von nur elf Trainern, die die magische 1.000-Sieger-Marke überschritten. Doch sein Vermächtnis geht weit über reine Statistiken hinaus. Adelman war bekannt für seine Fähigkeit, Spieler zu entwickeln und aus ihnen ein funktionierendes Team zu formen.
Seine Karriere begann nicht auf dem Trainerbank, sondern auf dem Spielfeld. Sieben Jahre lang trug Adelman das Trikot von Teams wie den San Diego Rockets, den Portland Trail Blazers und den Kansas City-Omaha Kings. Doch erst als Trainer entfaltete er sein wahres Talent. Die frühen Jahre als Assistent bei den Blazers ebneten den Weg für seine erste Cheftrainerposition, wo er mit Spielern wie Dražen Petrović arbeitete – eine Ära, in der europäische Talente noch mit Skepsis betrachtet wurden.
Die Finals-Jahre in Portland und Sacramento bleiben unvergessen. Zwei Niederlagen gegen die Detroit Pistons (1990) und die Chicago Bulls von Michael Jordan (1992) schmerzten, doch sie zeigten auch, dass Adelman mit seinen Teams auf höchstem Niveau mithalten konnte. Besonders in Sacramento erlebte er seine längste und erfolgreichste Amtszeit, acht Jahre lang führte er die Kings regelmäßig in die Playoffs, wo sie jedoch stets an den dominanten Los Angeles Lakers scheiterten, angeführt von Shaquille O’Neal und Kobe Bryant. Die Kings kehrten erst 20 Jahre später in die Playoffs zurück – ein Beweis für Adelmans nachhaltigen Einfluss.
Später führte sein Weg ihn noch zu den Houston Rockets und den Minnesota Timberwolves, wo er den jungen Ricky Rubio unter seine Fittiche nahm. Sein Sohn David, der in dessen Fußstapfen tritt und aktuell die Denver Nuggets trainiert, ist ein lebendiges Zeugnis seines Einflusses.
Die Sacramento Kings würdigten Adelman in einem bewegenden Statement: „Er verkörperte das Beste des Basketballs in Sacramento und wird für seine Demut, Integrität, Freundlichkeit und seinen unerschütterlichen Glauben an die Kraft der Teamarbeit in Erinnerung bleiben.“ Ein passender Abschied von einem Mann, der das Spiel mit Leidenschaft und Herzblut geprägt hat. Seine Strategien und sein Einfluss werden noch lange im Basketball nachwirken.
