Nations championship: azzurri unter druck – kann italien bestehen?
Samstag beginnt das Nations Championship, ein neues Format, das die besten Rugby-Teams der Welt in einer Reihe von Testspielen zusammenführt. Für die italienische Nationalmannschaft, die Azzurri, geht es darum, die vielversprechenden Leistungen des letzten Sechs-Nationen-Turniers zu bestätigen – und den Erwartungen gerecht zu werden. Ein frühes Scheitern könnte die Saison in einen Albtraum verwandeln.
Der saisonstart: ein harter brocken gegen japan
Das erste Spiel gegen Japan in Tokio (Samstag, 10:40 Uhr) ist alles andere als ein Selbstläufer. Japan ist eine unangenehme Mannschaft, die von einem erfahrenen Trainer, Eddie Jones (der allerdings aufgrund einer Sperre nicht am Spielfeldrand stehen darf), geführt wird. Die Azzurri müssen konzentriert bleiben und dürfen keine Fehler machen. Ein Sieg wäre ein enormer Auftrieb für die weiteren Spiele, während eine Niederlage die Stimmung schnell verderben würde, insbesondere angesichts der bevorstehenden Duelle gegen die All Blacks und Australien. Die Erinnerungen an das letztjährige Sechs-Nationen-Turnier, in dem Italien gegen Schottland und England siegreich war, sollten den Teamgeist beflügeln.

All blacks gegen frankreich: die revanche ist nah
Das Topspiel zwischen den All Blacks und Frankreich (Samstag, 9:10 Uhr) verspricht ein Feuerwerk. Letztes Jahr reisten die Franzosen mit einer stark verweakten Mannschaft nach Neuseeland und lösten damit eine Welle der Kritik aus. Die Partie endete mit einem klaren 3:0-Sieg für die All Blacks. Dieses Mal wird es anders sein. Obwohl einige Schlüsselspieler wie Dupont fehlen, wird Frankreich alles daran setzen, eine starke Leistung zu zeigen. Die Entlassung von Scott Robertson und die Ernennung von Dave Rennie als neuer Trainer bei den All Blacks fügt dem Spiel eine zusätzliche Spannungsebene hinzu.

Südafrika gegen england: ein duell der giganten
Das Spiel zwischen Südafrika und England (Samstag, 17:40 Uhr) ist ebenfalls ein Kräftemessen auf Augenhöhe. Die Springboks gelten zwar als Favoriten, doch das Ergebnis hängt stark davon ab, welche Mannschaft England aufs Feld schickt. Nach einer enttäuschenden Leistung im letzten Sechs-Nationen-Turnier, bei dem sie knapp dem vermeidbaren „Wooden Spoon“ entkamen, muss England zeigen, dass sie wieder zu alter Stärke gefunden haben. Sollte England seine Form wiederfinden, könnte es zu einem spannenden Spiel kommen. Andernfalls droht den Engländern eine weitere Demütigung.

Das format: ein mini-wm-test
Das Nations Championship-Format ist ungewöhnlich: Zwei Gruppen zu je sechs Mannschaften, die gegeneinander spielen. Die Punkte zählen nur für die eigene Gruppe. Die Gruppensieger treffen im Finale in Twickenham aufeinander, wo auch die Spiele um die Plätze 2-6 ausgetragen werden. Dadurch ist es schwierig, im Vorfeld klare Favoriten zu bestimmen, da der Ausgang der Spiele stark von den Leistungen gegen die jeweils anderen europäischen Teams abhängt. Südafrika muss beispielsweise versuchen, in den Ergebnissen gegen die europäischen Gegner besser zu sein als die All Blacks.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Italien den Druck standhalten und seine Ambitionen im Nations Championship verwirklichen kann. Ein Sieg gegen Japan wäre der erste Schritt auf dem Weg zu einem erfolgreichen Turnier.
