Nassim zoukits sekundenlauf: von der gelbsperre direkt bis 2028
Er verpasste nur eine einzige Partie – wegen einer Gelbsperre – und schon am nächsten Tag verlängerte sich sein Arbeitsvertrag wie von selbst: Nassim Zoukit bleibt dem FC Aarau bis 2028 erhalten, der Aufstiegsaspirant sichert sich die Dienste des Mittelfeldmotors, der in dieser Saison bereits 2.425 Minuten auf dem Rasen stand.
Ein transfer, der sich in echtzeit auszahlt
Sommer 2024, Etoile Carouge, Regionalliga. Ein Anruf aus Aargau, ein Handschlag, fertig. Seitdem läuft Zoukit nicht mehr, er fliegt. 28 Pflichtspiele, 28-mal in der Startformation, ein einziger Aussetzer – Spieltag 10, Tribüne, Gelb-Applaus statt Feldapplaus. Die Statistik liest sich wie ein Lehrbuch für Dauerbrenner: Kein anderer FCA-Akteuer trug öfter das Trikot, keiner länger.
Dabei war der 24-jährige Doppelbürger nie ein Geheimtipp. Er hatte die Super League bereits mit FC Lausanne-Sport touchiert, drei Kurzeinsätze in der Abstiegssaison 2021/22, dann Absturz in die zweite Etage. Dort suchte er Spielzeit, fand sie in Carouge – und nun die Revanche in Aarau. Die Rückkehr in die höchste Spielklasse ist kein Traum mehr, sie ist Plan.

Automatik statt poker
Verlängerungsklauseln gelten oft als trockene Vertragsarbeit. Bei Zoukit ist sie ein Signal: Wer sich so in den Dienst der Mannschaft stellt, bekommt keine Extrarunde am Verhandlungstisch, sondern einfach das nächste Jahr geschenkt. Bis 2027 hieß es ursprünglich, nun bis 2028. Kleiner Unterschied, große Wirkung. Die Aargauer vermeiden ein Sommertheater, der Spieler kann sich auf das Rennen mit FC Stade Lausanne-Ouchy und Co. konzentrieren.
Der nächste Gegner? Thun, genau jene Mannschaft, die in der Statistik drei eigene Legionäre in einer Topelf stehen hat. Zoukit wird mittendrin stehen, nicht daneben. Die Zahlen sind längst lauter als Worte: 2.425 Minuten, 90-Minuten-Durchschnitt, 28-mal Kapitän-nahe Präsenz. Wer so spielt, braucht keine Floskeln. Der Vertrag verlängert sich, der Aufstieg rückt näher. Ende der Durchsage.
