Nasri in steuerprüfung: luxusleben bringt ex-star in bedrängnis
Einmalige Eskapaden auf dem Spielfeld gehören für Samir Nasri zur Vergangenheit, doch jetzt steht der ehemalige französische Nationalspieler vor einer neuen Herausforderung: Eine rigorose Steuerprüfung durch die französischen Behörden droht ihm eine empfindliche Strafe einzubringen.

Der deliveroo-skandal: wie essensbestellungen zur falle wurden
Der 37-Jährige, der offiziell in Dubai residiert und dort von der Steuerfreiheit profitiert, geriet ins Visier der Finanzbehörden, als diese seinen Lebensstil genauer unter die Lupe nahmen. Es waren nicht seine teuren Autos oder luxuriösen Urlaube, die den Argwohn weckten, sondern die scheinbar unbedeutenden Essensbestellungen über die App 'Deliveroo'. 212 Bestellungen allein im Jahr 2022, zugestellt an eine Adresse in Paris – ein eindeutiger Hinweis darauf, dass Nasri möglicherweise mehr Zeit in der französischen Hauptstadt verbringt, als er angibt.
Die französischen Ermittler hatten die Flugdaten des ehemaligen Spielers von Arsenal, Manchester City und Olympique Marseille analysiert und festgestellt, dass er deutlich mehr Aufenthalte in Paris verbrachte, als mit seinem offiziellen Wohnsitz in Dubai vereinbar gewesen wäre. Die Kombination aus Flugdaten und den Essenslieferungen ergab ein klares Bild: Nasri lebte faktisch in Paris, zahlte aber Steuern in Dubai.
Nasri bestreitet die Vorwürfe vehement. Er argumentiert, er habe lediglich gelegentlich seine Pariser Wohnung besucht, während er hauptsächlich in Dubai gelebt habe. Doch die Finanzbehörden sind skeptisch und verlangen nun eine detaillierte Aufklärung seiner finanziellen Verhältnisse. Die Forderung geht bis zu 5,51 Millionen Euro für ausstehende Steuern der Jahre 2020 bis 2022. Die Summe ist enorm und könnte Nasris finanzielle Zukunft erheblich beeinträchtigen.
Der Fall hat bereits konkrete Auswirkungen: Einige seiner Pariser Immobilien wurden beschlagnahmt, und einige seiner Bankkonten sind eingefroren. Ob Nasri die Steuerprüfung gewinnen kann, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass sein luxuriöses Leben ihn nun vor eine schwere finanzielle Prüfung stellt. Die französische Staatskasse wird das Urteil mit Spannung verfolgen, denn der Fall Nasri könnte ein Präzedenzfall für weitere Steuerprüfungen von prominenten Sportlern und Geschäftsleuten werden, die versuchen, Steuern zu vermeiden, indem sie ihren Wohnsitz in Steueroasen verlegen.
