Narváez triumphiert: uae feiert weiteren giro-erfolg!
Die Toskana ist abgehakt, Liguriens Küstenlandschaft empfing das Peloton des Giro d’Italia mit offenen Armen – und einem furiosen Rennen. Jonathan Narváez von UAE Team Emirates sicherte sich den Etappensieg vor Enric Mas, während die Gesamtklassement-Fahrer nach der Zeitfahrt in Massa Luft holen konnten. Ein Tag voller Attacken, Ausreißerversuche und packender Spannung, der an die großen italienischen Klassiker erinnerte.
Ein kampf gegen wind und wetter: die ausreißer-hölle
Die Fluchtgruppe, bestehend aus zwölf Fahrern darunter Namen wie Stuyven, Vlasov und Bettiol, hatte über eine Stunde lang einen mühsamen Kampf gegen den Wind und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 50 km/h hinter sich. Die Führung schwankte, doch die Konkurrenz ließ nicht locker. Besonders die UAE Team Emirates hatte ein waches Auge auf die Situation, denn das Team um Narváez schien entschlossen, den vierten Etappensieg einzufahren.
Was niemand auf dem Radar hatte: Enric Mas, der vermeintliche Helfer, spielte eine Schlüsselrolle. Er stieß aus einer Verfolgergruppe an die Spitze und lieferte eine beeindruckende Leistung. Ein kurzer, aber hitziger Disput mit Van Eetvelt, der durch schnelle Züge versucht hatte, sich einen Vorteil zu verschaffen, verdeutlichte die hohe Anspannung im Rennen. Mas agierte hier wie ein echter Profi, wartete seinen Moment ab und nutzte ihn gekonnt.
Am Colle di Guaitarola, dem einzigen Bergwertungen des Tages, präsentierte sich Mas von seiner taktischen Seite, während Narváez das Tempo bestimmte. Im anschließenden Abfahrt kam es zu Stürzen von Van Eetvelt, Zanna und Scaroni. Nur Narváez konnte seinen Platz im Peloton behaupten und den Anschluss halten. Ein ungünstiger Moment für die Konkurrenz, der Narváez einen entscheidenden Vorteil verschaffte.

Die letzte selektion: narváez setzt mas unter druck
Der Colla dei Scioli, die letzte Bergwertung des Tages, wurde zum entscheidenden Schauplatz. Die Gruppe hatte sich auf nur noch sieben Fahrer dezimiert, darunter Ulissi, Harper, Mas und Narváez. Stuyven gab auf, und Mas konzentrierte sich darauf, das Rennen zu kontrollieren und auf jede Bewegung von Narváez zu reagieren. Doch der Ecuadorianer ließ sich nicht den Schneid abkaufen und erhöhte den Druck.
Narváez, der sich in der letzten Steigung als der stärkere Mann erwies, spielte mit der Erschöpfung von Mas und demonstrierte seine Sprinterstärke. Er testete seinen Rivalen, ohne ihm jedoch die Möglichkeit zu geben, ihn zu überholen. Der finale Sprint gehörte Narváez, der seinen vierten Etappensieg für UAE Team Emirates feierte. Ein verdienter Erfolg für den Ecuadorianer und ein Zeichen dafür, dass UAE Team Emirates mit seinem Joker im Rennen die richtige Wahl getroffen hat.
Movistar zeigte ebenfalls eine bemerkenswerte Leistung, indem sie mit Mas ein taktisch kluges Rennen fuhren und die Vorteile ihrer Führungsposition nutzten. Ein Etappensieg mag ausgeblieben sein, doch die Strategie zahlte Früchte und festigte Movistars Position im Gesamtklassement. Der Giro d'Italia geht mit einem weiteren Kapitel voller Dramatik und Spannung in die nächste Etappe.
