Napoli: khalaili-poker um rechtsaußen – conte-nachfolge im fokus?
Neapel fiebert dem Sommer um – und die Suche nach Verstärkungen für die neue Saison läuft auf Hochtouren. Während die Trainerfrage weiterhin im Raum steht, intensiviert der SSC Neapel die Bemühungen, die Abwehr zu verstärken und die Offensive zu beleben. Im Visier: Anan Khalaili, das israelische Ausnahmetalent vom Union St. Gilloise. Doch der Deal birgt einige Hürden.
Manna tastet das wasser aus – khalaili als schlüsseltransfer?
Giovanni Manna, Neapols Sportdirektor, soll bereits seit einiger Zeit Kontakt mit dem Berater von Khalaili aufgenommen haben. Der 21-Jährige (er wird im September 22) gilt als einer der gefragtesten Spieler in Belgien und hat in der vergangenen Saison mit Union St. Gilloise eine beeindruckende Leistung gezeigt. Seine Vielseitigkeit – er kann sowohl als linker als auch rechter Flügelspieler agieren – macht ihn zu einem attraktiven Kandidaten für Trainer, die auf Flexibilität in der Offensive setzen.
Khalaili bringt nicht nur Geschwindigkeit und Ausdauer mit, sondern auch eine beachtliche Torquote und eine hohe Anzahl an Assists. In 51 Spielen gelangen ihm fünf Treffer und sechs Vorlagen. Seine Dynamik und sein Spielverständnis haben bereits im März bei einem Länderspiel zwischen Italien und Israel die Aufmerksamkeit von Manna erregt.
Neben Khalaili befinden sich auch Atta und Davis Antonio auf Manna’s Liste. Beide Spieler könnten die Neapolitanische Mannschaft verstärken, insbesondere im Mittelfeld, wo ein robuster und charakterstarker Spieler benötigt wird. Auch die Möglichkeit, Rafa Marin aus Villarreal zurückzuholen, wird geprüft, um die Defensive zu stabilisieren. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Gila von Lazio, dessen Vertrag in Kürze ausläuft und der daher ein attraktives Ziel für Neapel darstellen könnte.

Die preisfrage: union saint-gilloise macht es nicht leicht
Die Verhandlungen mit Union St. Gilloise gestalten sich jedoch schwierig. Der Verein fordert eine Ablösesumme in Höhe von rund 20 Millionen Euro – eine Summe, die für Neapel eine erhebliche Investition darstellen würde. Es wird erwartet, dass Manna in Kürze nach Brüssel reisen wird, um die Gespräche persönlich fortzusetzen und eine Einigung zu erzielen.
Die Personalie Romelu Lukaku, der kürzlich zu Neapel zurückgekehrt ist, wirft zudem weitere Fragen auf. Wie wird sich die Konstellation in der Offensive entwickeln? Welche Rolle wird Khalaili spielen, sollte er tatsächlich in Neapel anheuern?
Während die Verhandlungen um Khalaili noch andauern, arbeitet Neapel parallel an der Lösung der Trainerfrage. Die Namen Sarri und Allegri werden weiterhin im Raum genannt, doch die Entscheidung scheint sich zu verzögern. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger für Luciano Spalletti gestaltet sich schwieriger als erwartet.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Zukunft des SSC Neapel. Ob Khalaili tatsächlich in die Partenopfer-Familie übergeht, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Der SSC Neapel ist auf dem besten Weg, eine neue Ära einzuleiten – mit frischen Kräften und neuen Ideen.
