Nagelsmann echó leña al fuego: tuchel se queja de los paparazzi en el mundial
Die Fußballwelt diskutiert, und das nicht zum ersten Mal, die Nähe der Fotografen bei internationalen Turnieren. Nach Thomas Tuchels deutlicher Beschwerde beim Weltverband hat nun auch Bundestrainer Julian Nagelsmann seinen Unmut geäußert, der sich auf die Situation bezieht.

Die paparazzi-debatte eskaliert
Nach dem knappen Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste (2:1) ließ Julian Nagelsmann verlauten, dass er die Kritik seines englischen Kollegen Thomas Tuchel voll und ganz teilt. „Ich muss Thomas Tuchel beipflichten. Das ist schon krass, wie nah sie sind. Ich habe das Gefühl, die Superrohre fotografieren mir die Nasenhaare“, kommentierte Nagelsmann mit einem Augenzwinkern, ließ aber deutlich erkennen, dass er die Situation ebenfalls als störend empfindet. Die Nähe der Fotografen beeinträchtigt nicht nur die Atmosphäre, sondern auch die Kommunikation zwischen Trainern und Spielern.
Tuchel hatte nach dem Auftaktsieg der Three Lions gegen Kroatien (4:2) bereits „inständig“ um eine Änderung der Positionierung der Fotografen gebeten. Er beschrieb, wie er während der Nationalhymne von einer „Wand aus 50 Fotografen“ umgeben war und somit keinen seiner Spieler sehen konnte. Ein Bild, das viele in der Fußballwelt nachvollziehen können.
Die FIFA hatte zunächst reagiert und angekündigt, die Fotografen näher an der Mittellinie zu positionieren, um den Trainern eine bessere Sicht zu ermöglichen. Doch wie Nagelsmann feststellen musste, war dies in Toronto am Samstag nicht der Fall. Die Bilder, die nun die Runde machen, zeigen tatsächlich eine sehr dichte Anordnung der Fotografen direkt am Spielfeldrand, was die Sichtlinie der Trainer erheblich einschränkt.
Die Diskussion darüber, wie die Balance zwischen den Bedürfnissen der Medien und den Interessen der Teams und Trainer gefunden werden kann, ist noch lange nicht abgeschlossen. Denn die Faszination des Sports lebt auch von den Bildern, die die Emotionen und Dramatik des Spiels einfangen. Aber nicht um jeden Preis.
