Nagelsmann am rande: „nasenhaare fotografiert“ – der frust über die wm-kameras

Madrid – Die WM 2026 liefert nicht nur packende Spiele, sondern auch ungewöhnliche Beschwerden. Nationaltrainer Julian Nagelsmann äußerte sich nach dem Sieg gegen die Elfenbeinküste überraschend kritisch über die Nähe der Fotografen am Spielfeldrand, und zwar in Worten, die für Aufsehen sorgten: „Ich habe das Gefühl, dass sie mir die Nasenhaare fotografieren.“

Ein echo von thomas tuchel: der kampf um den spielfeldrand

Ein echo von thomas tuchel: der kampf um den spielfeldrand

Nagelsmann ist nicht der Einzige, der sich gestört fühlt. Bereits sein englischer Pendant Thomas Tuchel hatte sich nach dem Gruppenspiel gegen Kroatien über die aggressive Positionierung der Kameras beklagt. Er bemängelte, dass er aufgrund der zahlreichen Fotografen keine Verbindung zu seinen Spielern herstellen könne. Die FIFA hatte zunächst eingelenkt und angekündigt, die Positionen der Fotografen während der Nationalhymnen zu verändern – eine Änderung, die in Toronto jedoch offenbar nicht umgesetzt wurde.

Die Hitze schlägt zu: Fanfest abgesagt Neben den Problemen am Spielfeldrand sorgt die extreme Hitze in Madrid für eine unerwartete Absage. Das Public Viewing des Spiels zwischen Spanien und Saudi-Arabien musste kurzfristig gestrichen werden, da die Temperaturen voraussichtlich bis zu 40 Grad Celsius erreichen könnten. Der Stadtrat und der spanische Fußballverband (RFEF) betonten, dass die Entscheidung im Interesse der Gesundheit der Besucher getroffen wurde.

Die Stimmungslage ist also gemischt: Während die Fans in Tokio nach dem überzeugenden Sieg Japans gegen Tunesien die Shibuya-Kreuzung lahmlegten und frenetisch feierten, kämpfen Trainer und Organisatoren mit anderen Herausforderungen. Felix Zwayer, der deutsche Schiedsrichter, durfte nach einem Krampfpfiff zumindest medizinisch weiter im Turnier eingesetzt werden. Ein Lichtblick inmitten der WM-Hektik.

Und während die Nationalmannschaften um den Titel kämpfen, feiert Ma Ning, der chinesische Schiedsrichter, in seiner Heimat einen unerwarteten Ruhm. Sein Debüt bei der WM hat ihn zu einem nationalen Helden gemacht, auch wenn seine eigene Mannschaft die Qualifikation verpasst hat. Ein Beweis dafür, dass die WM mehr als nur Fußball bietet – sie ist ein Spiegelbild globaler Herausforderungen und unerwarteter Triumphe.