Mv agusta enduro veloce 2026: nur neue farben, aber fünf jahre garantie
Die MV Agusta Enduro Veloce bekommt für 2026 kein neues Chassis, kein anderes Aggregat – nur zwei Lackierungen und ein Garantie-Coup. 19.900 Euro verlangt Schiranna dafür, dass Italiens einzige Reise-Enduro weiter mit dem 931-cm³-Dreizylinder von 2024 durch die Alpen pflügt. Die Rechnung geht auf, weil die Konkurrenz aus München, Mattighofen und Noale inzwischen jenseits der 21.000 Euro startet.
Farben statt frische: so sieht die 2026er veloce aus
Die neue Lackierung „Bianco Perlato Rc/Blu Nordico“ wirkt wie ein Gletscher beim Sonnenaufgang – kalt und edel zugleich. Wer es dunkler mag, greift zu „Nero Intenso/Grigio Antracite“. Beide Varianten rücken den roten Ago-Klassiker ins Museum der Gefühle, bleiben aber ansonsten das, was MV 2024 schon als „design scolpito“ bewarb. Für den Fahrer bedeutet das: 210 mm Federweg, 48-mm-Sachs-Gabel, Brembo-Stylema-Vierkolben-Monobloc und ein 20-Liter-Tank, der mit 240 Kilogramm Leergewicht kämpft.
Das TFT-Display misst weiter sieben Zoll, liefert Turn-by-Turn-Navigation und lässt sich auch mit dicken Winterhandschuhen bedienen. Serienmäßig an Bord: Quickshifter, achtstufige Traktionskontrolle, Cruise Control, Anti-Wheelie, Kofferträger, Alu-Koffer, Schutzbleche und Zusatzscheinwerfer. Wer jetzt nach neuen Assistenzsystemen sucht, wird nicht fündig – MV vertraut auf die bereits bekannte Sechsachsen-IMU.
Marktposition: teurer als die gs, günstiger als die multistrada
Mit 124 PS bei 10.000/min und 102 Nm bei 7.000/min liegt die Veloce im Drehmoment-Mittelfeld der 19.900-Euro-Klasse. Die BMW R 1250 GS kostet in der Grundversion 20.650 Euro, die Ducati Multistrada V4 startet bei 22.900 Euro. MV spart sich die teure Halbaktiv-Kinematik und setzt auf italienisches Flair statt deutscher Ingenieurs-Show. Ob das reicht, wird sich zeigen, wenn die ersten Tests kommen.
Die Garantie auf fünf Jahre ist ein Schachzug: MV repariert länger als BMW und Ducati zusammen, ohne Aufpreis. Das zahlt sich aus für Reisefahrer, die jeden Kilometer zählen – und für Händler, die endlich wieder Vertrauen verkaufen können.
Die ersten Maschinen kommen im Herbst 2025 in die Showrooms. Wer jetzt bestellt, bekommt die neue Lackierung und das gute Gefühl, 2026 mit italienischem Sound über jeden Pass zu donnern – ohne dass die Bank den Kredit kündigt.
