Mutter yulia kassiert badosa: „stefanos brauchte diese last nicht“

Yulia Salnikova hat genug vom Turteltausch. Die Mutter von Stefanos Tsitsipas erklärt der spanischen Ex-Nummer zwei Paula Badosa in einem griechischen Interview indirekt den Krieg – und liefert dabei ein intimes Psychogramm des einstigen Slam-Finalisten, der seit Wochen auf Position 75 abgestürzt ist.

„Tsitsidosa“ war ein medienkreuz, kein liebespaar

Die 61-jährige ehemalige Soviet-Spitzenspielerin lässt kein Blatt am Netz: „Sie waren ein hübsches Paar, aber für Stefanos wurde die Beziehung zur Last. Er investierte sich voll, trainierte mit ihr, reiste mit ihr, postete mit ihr – und verlor sich selbst.“ Die Konsequenz: zwölf Monate ohne Viertelfinale in einem Masters, erst drei Siege gegen Top-20-Gegner in dieser Saison, keine Setzplätze mehr bei den großen Events.

Was niemand laut sagte, formuliert nun die Mutter. Die Social-Media-Performance der „Tsitsidosa“-Marke habe ihren Sohn „allmählich verändert“. Gemeint ist: weichgemacht. Die Kameras im Training, die Stories vor dem Match, die Koordination der Outfits – alles schluckte Energie, die auf dem Platz fehlte.

Statt instagram-story: handgeschriebene briefe

Statt instagram-story: handgeschriebene briefe

Abhilfe soll Kristen Thoms schaffen. Die 24-jährige US-College-Alumna spielte selbst auf Niveau der NCAA, arbeitet inzwischen im Tennis-Marketing und – so betont Salnikova – „versteht die Grammatik des Spiels“. Keine Selfies nach dem Sieg, dafür Post per Hand. „Sie schreiben sich echte Briefe, keine SMS. Stefanos hat sich das immer gewünscht“, schwärmt Yulia. Die Botschaft: Thoms sei „süß, klug und still“, alles, was Badosa laut Mutter Yulia nicht war.

Ob das reicht, um Tsitsipas wieder in die Top 10 zu bugsieren, bleibt offen. Die Saisonstatistik spricht eine deutliche Sprache: 9:11-Bilanz, 1/8-Final bei Roland-Garros als bestes Resultat. Die nächsten Wochen entscheiden, ob die neue Ruhe zahlt oder ob die Geschichte „Briefe statt Ballwechsel“ nur ein nettes Nebengeräusch im Sinkflug eines einstigen Hoffnungsträgers bleibt.