Musso-aktion wirft schatten: war es wirklich kein handspiel?
Madrid – Eine strittige Szene im Estadio Olímpico hat das La-Liga-Duell zwischen Atlético Madrid und Barcelona überschattet. In der 54. Minute, als der FC Barcelona trotz Unterzahl ergebniskos verzweifelt nach dem Ausgleich suchte, kam es zu einer Situation, die die Gemüter erhitzt und eine hitzige Debatte ausgelöst hat: Ein vermeintliches Handspiel von Marc Pubill.
Der verhängnisvolle moment und die interpretation des schiedsrichters
Juan Musso hatte den Ball ins Spiel gebracht, der direkt auf Pubill zusteuerte. Dieser versuchte, den Ball mit dem Fuß weiterzuleiten, berührte ihn aber unglücklicherweise mit der Hand. Schiedsrichter Kovacs entschied, dass der Ball nicht im Spiel gewesen sei. Eine Entscheidung, die heftige Proteste bei den Katalanen auslöste und sofort für Diskussionen sorgte.
Alfonso Pérez Burrull, Experte bei Radio MARCA, plädierte für die Entscheidung des Unparteiischen: „Der Schiedsrichter interpretiert korrekt, dass der Ball nicht im Spiel ist. Es gibt keinen Gegner in der Nähe, und die Anwendung der Regel ist im Einklang mit dem Geist des Spiels und dem Streben nach Ausgeglichenheit.“ Doch die Meinungen sind gespalten, und die Bilder zeigen eine andere Realität.
Musso selbst verteidigt die Entscheidung und relativiert die Bedeutung der Szene: „Wenn wir das gesamte Spiel auf diese eine Situation reduzieren wollen… Sprechen wir lieber über das Spiel selbst. Es war ein sehr gutes Spiel gegen eine hervorragende Mannschaft. Die Aktion von Pubill ändert nichts daran. Hätte Marc Pubill unter großem Druck versucht, sich einen Vorteil zu verschaffen, könnte man es anders sehen, aber das war nicht der Fall. Der Ball war nicht im Spiel, das muss der Schiedsrichter entscheiden.“

Parallelen zu einem umstrittenen arsenal-bayern-spiel
Die Situation erinnert an eine ähnliche Szene im Champions-League-Spiel zwischen Arsenal und Bayern vor zwei Saisons. Auch hier kam es zu einem Handspiel, das nicht geahndet wurde. Raya, der Torwart von Arsenal, spielte einen Ball, der von seinem Mitspieler Gabriel mit der Hand aufgenommen wurde, obwohl der Ball bereits im Spiel war. Auch in diesem Fall blieb ein Elfmeter aus.
Tuchel, damals Bayern-Trainer, äußerte sich frustriert: „Der Schiedsrichter hatte nicht den Mut, einen verdienten Elfmeter in einer etwas verrückten und unbequemen Situation zu geben. Der Schiedsrichter gab auf dem Feld zu, dass er den Fehler des Spielers gesehen hat. Dass der Ball im Spiel war und es ein Handspiel war. Das war sehr frustrierend.“ Weder der Schiedsrichter noch der VAR korrigierten die Entscheidung.
