Rom startet nacht-revolution: mehr busse, günstige taxis und sicherheits-teams
Ab dem 9. Juli 2026 verändert sich das nächtliche Rom. Der Piano Roma Notte ist gestartet – ein umfassendes Projekt, das die ewige Stadt nach Einbruch der Dunkelheit neu denkt. Bürgermeister Roberto Gualtieri und Präfekt Lamberto Giannini haben die erste Phase freigegeben. Die Zielsetzung ist klar: Wer nachts unterwegs ist, soll sicherer und unkomplizierter von A nach B kommen.
Busse fahren häufiger, taxis werden günstiger
Die Nächte von Donnerstag bis Samstag sind die kritischen. Hier rollt jetzt mehr Blech. Die Nachtbus-Linien werden ausgedünnt, die Intervalle verkürzt. Begleiter an Bord und in den Stationen sollen für Ordnung sorgen. Aber das ist nur die halbe Miete.
Taxifahrer und NCC-Dienste erhalten Bonuszahlungen, wenn sie nachts fahren. Das soll die Flotte auf die Straße locken und die Preise drücken. Wer um drei Uhr morgens nach Hause will, zahlt bald weniger als heute.

Neue sicherheits-strukturen und ein come-back-service
Die Stadt installiert zusätzliche Präsenzstellen. Tutor della notte heißen die neuen Ansprechpartner in den Brennpunkten der Movida. Sichere Häfen – porti sicuri – entstehen dort, wo sich die Massen ballen.
Zwei weitere Bausteine stehen in den Startlöchern: Van-Pooling für Gruppen, die gemeinsam unterwegs sind, und der Service Come Back Home 1. Details dazu schweigen die Planer noch. Die Umsetzung folgt in einer zweiten Phase.
Rom testet hier etwas, das andere Metropolen beobachten werden. Nachtleben und öffentlicher Raum lassen sich nicht mehr trennen. Wer das eine will, muss das andere sicher machen. Gualtieri setzt auf harte Infrastruktur statt auf weiche Appelle. Die ersten Bewertungen werden die Zahlen liefern: mehr Fahrgäste, weniger Vorfälle, höhere Zufriedenheit. Alles andere ist PR.