Klosterhalfen verpasst em-höhepunkt: fokus auf straßenlauf!
Schock für die deutsche Mittelstreckenlandschaft: Konstanze Klosterhalfen, das Ausnahmetalent des vergangenen Jahrzehnts, wird sowohl bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid als auch bei den Europameisterschaften in Birmingham (10. bis 16. August) fehlen. Ein ungewöhnlicher Schritt für die ehemalige Europameisterin, der den Blick auf ihre zukünftigen Ziele deutlich verändert.

Bahn-saison abgesagt: verletzungen und belastung spielen eine rolle
Die Entscheidung von Klosterhalfen ist verständlich, wenn man die jüngere Vergangenheit betrachtet. Nach ihrem Triumph in München 2022 bei der EM, folgten zahlreiche Verletzungen und Krankheitsprobleme, die ihre Teilnahme an großen Freiluft-Meisterschaften verhinderte – darunter auch die Olympischen Spiele 2024 in Paris. „Eigentlich war der Plan, eine kurze Bahn-Saison einzulegen. Doch das Risiko war zu hoch, da die Belastung auf der Bahn immer noch sehr intensiv ist“, erklärte die Leverkusenerin gegenüber web.de. Die EM und die deutschen Meisterschaften, die fast vor ihrer Haustür stattfinden würden, muss sie bedauern.
Der Fokus liegt klar auf dem Straßenlauf. Klosterhalfen hat in den letzten Jahren ihre Schwerpunkte auf längere Distanzen verlagert. Diese Disziplin erlaubt ihr, das Training weniger intensiv zu gestalten und somit das Verletzungsrisiko zu minimieren. Die Entscheidung ist strategisch klug, wenn man bedenkt, dass der Körper nach den jüngsten Problemen erst langsam wieder zu alter Stärke zurückfindet.
Es ist ein Wechsel, der viele Fans enttäuschen mag. Die Vorstellung, Klosterhalfen in einem spannenden 5000-Meter-Finale zu sehen, blieb unerfüllt. Aber die Athletin blickt nach vorne. „Nächstes Jahr werde ich wieder auf die Bahn zurückkehren“, kündigte sie an. Die Leichtathletik-WM in Peking im Jahr 2027 steht bereits im Blick. Ein Wettkampf, bei dem sie ihre Ambitionen auf der Bahn neu beweisen will. Ob sie dann in Topform auflaufen kann, bleibt abzuwarten, aber eines ist sicher: Konstanze Klosterhalfen ist noch lange nicht vom Radar verschwunden.