Hoffnung für céline dion: revolutionäre car-t-therapie zeigt vielversprechende ergebnisse

Die Musikwelt bangt um Céline Dion, deren Karriere durch das seltene Stiff-Person-Syndrom (SPS) abrupt gestoppt wurde. Doch jetzt gibt es einen Lichtblick: Eine innovative Behandlungsmethode, ursprünglich für die Krebsbehandlung entwickelt, könnte die Lebensqualität der Sängerin und anderer Betroffener deutlich verbessern.

Seltene krankheit, schmerzhafte folgen

Das Stiff-Person-Syndrom ist eine neurologische Erkrankung, die etwa ein bis zwei Menschen pro Million betrifft. Die Symptome – zunehmende Muskelsteifheit und schmerzhafte Krämpfe – können so heftig sein, dass Knochen brechen. Für Céline Dion bedeutet das massive Einschränkungen im Alltag und das Aussetzen ihrer Tournee, was sie öffentlich bekannt gab. Die Stiftung ihrer Namen hat bereits zwei Millionen Dollar in die Forschung investiert, was sich nun auszahlt.

Bisherige Behandlungen konzentrierten sich lediglich auf die Symptome und brachten nur kurzfristige Linderung. Viele Patienten verlieren im Laufe der Zeit ihre Mobilität und sind auf Hilfsmittel wie Rollatoren oder Rollstühle angewiesen. Doch die neue CAR-T-Therapie könnte hier einen entscheidenden Wandel bedeuten.

Car-t-therapie: ein immun-boost gegen die krankheit

Car-t-therapie: ein immun-boost gegen die krankheit

Die CAR-T-Therapie, die ursprünglich gegen bestimmte Blutkrebsarten eingesetzt wird, nutzt das körpereigene Immunsystem, um die Krankheit zu bekämpfen. Im Rahmen der Behandlung werden die Zellen des Patienten entnommen, im Labor modifiziert und anschließend wieder in den Körper infundiert. Diese modifizierten Zellen erkennen und zerstören dann die fehlerhaften Antikörper, die für das Stiff-Person-Syndrom verantwortlich sind. Amanda Piquet, Leiterin des Programms für Autoimmunneurologie an der University of Colorado und Trägerin des Céline Dion-Stiftung-Lehrstuhls, präsentierte vielversprechende Studienergebnisse auf dem Kongress der American Academy of Neurology in Chicago.

Die Ergebnisse sind tatsächlich bemerkenswert. In einer klinischen Studie mit 26 Patienten, die auf andere Behandlungen nicht mehr ansprachen, zeigte sich nach vier Monaten eine deutliche Verbesserung der Gehgeschwindigkeit. Acht der Patienten, die zuvor auf einen Gehstock angewiesen waren, konnten diesen nun komplett aufgeben. Einer der Teilnehmer, der vor der Behandlung steif und langsam mit einem Rollator ging, lief nach der Therapie sogar wieder.

Es bleibt die Frage, ob weitere Infusionen notwendig sein werden. „Die Hoffnung ist, dass eine einmalige Behandlung ausreicht“, so Piquet. Das Unternehmen Kyverna Therapeutics plant, bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2026 bei der FDA (Food and Drug Administration) einen Antrag auf Zulassung des neuen Medikaments einzureichen. Ob dies tatsächlich der Durchbruch für Patienten mit Stiff-Person-Syndrom ist, wird die Zeit zeigen. Aber die ersten Anzeichen sind äußerst ermutigend und geben der Musikwelt und insbesondere Céline Dion neue Hoffnung.