München stürmt die handball-bühne: fusion soll bundesliga-traum erfüllen
Ein Feuerwerk der Ambitionen entzündet sich in München: Handball-Fans können sich auf eine neue Ära freuen. Die Handballgemeinschaft München und der TuS Fürstenfeldbruck verschmelzen ab der Saison 2026/27 zur HG München Fürstenfeldbruck – ein ambitionierter Schritt auf dem Weg in die Handball-bundesliga.

Die krise des tus: ein wendepunkt für beide vereine
Der TuS Fürstenfeldbruck, derzeit Tabellenschlusslicht der 3. Liga Staffel Süd, steht vor dem Abstieg. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, wird die Fusion zur HG München Fürstenfeldbruck zu einem Hoffnungsschimmer und einer strategischen Neuausrichtung. Die „Brucker Panther“ werden so zu „Münchner Panther“ – ein Name, der Erfolg versprechen soll.
Dominik Klein, ehemaliger Nationalspieler und nun Vorstand der HG München, sprach am Montag von dem „Besten, was für den Handball in München an den Start gehen kann“. Er und seine Kollegen Steffen Weinhold und Lisa Bieberbach verfolgen seit längerem das Ziel, den Klub in die bundesliga zu führen. Der Traum vom Handball im Olympiapark – das ist das ultimative Ziel.
Doch bevor die Halle in den Münchner Westen umziehen kann, wird zunächst die Wittelsbacherhalle in Fürstenfeldbruck genutzt. Diese wird ab 2027 für Sanierungsarbeiten geschlossen sein, was bedeutet, dass die „Münchner Panther“ zumindest vorübergehend an ihrem alten Standort spielen werden. Martin Wild, der ehemalige Fürstenfeldbruck-Trainer und nun sportlicher Leiter, plant jedoch „Event-Spieltage“ in der Wittelsbacherhalle, um die Verbundenheit mit der Handball-Tradition der Stadt zu bewahren. „Die Wittelsbacherhalle ist das, wo Handball in München seine DNA hat, seine Werte lebt“, betonte Klein.
Stefan Weidinger, der künftig die sportliche Leitung übernehmen wird und bereits 2023 mit den Frauen des HCD Gröbenzell den Aufstieg in die 2. bundesliga schaffte, soll die nächsten Schritte zum Erfolg begleiten. Auch einige neue Spieler haben bereits für die kommende Saison zugesagt, so Wild.
Die Idee eines Bundesliga-Clubs aus München ist nicht neu. Handball-Ikone Stefan Kretzschmar äußerte sich vor einem Jahr bereits über die Möglichkeit eines Engagements des FC Bayern: „Wenn jemand dort ein Handball-Herz für sich entdeckt, wäre das ein unheimlicher Gewinn für die Sportart.“ Die HG München Fürstenfeldbruck scheint nun die Chance zu nutzen, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
Es bleibt abzuwarten, ob der ambitionierte Plan aufgeht. Doch eines ist klar: Der Handball in München hat mit der HG München Fürstenfeldbruck einen starken Anwärter für die Bundesliga bekommen.
