Müller sagt wm ab – doch als experte dabei!
Schock für die deutsche Eishockey-Fans: Moritz Müller, der langjährige Kapitän der Nationalmannschaft, verzichtet überraschend auf die Teilnahme an der Eishockey-WM in der Schweiz. Der 39-Jährige begründet seine Entscheidung mit „familiären Gründen“ – ein Abschied, der viele Fragen aufwirft, aber gleichzeitig eine spannende neue Rolle für den Routinier bereithält.
Der kapitän zieht eine grenze
Für Müller bedeutet dies den Verzicht auf seine 13. Weltmeisterschaft, ein Abschied von der Eisfläche, der für ihn persönlich sicherlich nicht einfach ist. Gerade nach seiner Teilnahme an den Olympischen Spielen in Mailand, wo er das deutsche Trikot trug, hätte man ihn in der Schweiz erwartet. Doch die familiäre Situation ließ es dieses Jahr nicht zu. „Für mich war klar, dass ich diese WM in der Schweiz nicht spielen werde“, erklärte Müller.
Die Kölner Haie, bei denen Müller unter Vertrag steht, betonen, dass der Verein in „einem sehr engen und vertrauenswürdigen Austausch“ mit dem Spieler steht. Die Zukunft von Müller bei den Haien bleibt damit vorerst offen, was die Situation zusätzlich verkompliziert.

Magentasport sichert sich den experten
Doch es gibt auch gute Nachrichten für die Fans: Müller wird die WM dennoch verfolgen – allerdings nicht als Spieler, sondern als Experte für MagentaSport. Der Pay-TV-Sender sicherte sich die Dienste des erfahrenen Eishockeyspielers, um seine Expertise und sein Wissen den Zuschauern näherzubringen. „Aber ich hatte Lust, in einer inhaltlichen Rolle dabei zu sein, die sich zeitlich mit der Familie vereinbaren lässt“, so Müller.
Seine erste Aufgabe bei MagentaSport ist bereits geplant: am Montag um 19:30 Uhr in der „Eishockey-Show“. Müller sieht diese neue Rolle als „anspruchsvolle Aufgabe“ und verspricht „ehrlich und authentisch“ Analysen und Einschätzungen. Schließlich kennt er die Teams, Gegner, das Umfeld und die Situationen nur allzu gut.
Die deutsche Mannschaft, die in der Vorrunde auf starke Gegner wie Finnland, Lettland, die Gastgeber Schweiz, die USA, Ungarn, Österreich und Großbritannien trifft, wird es sicherlich interessieren, welche Einsichten Müller liefern wird. Die MagentaSport-Übertragungen versprechen täglich Live-Spiele, darunter alle deutschen Partien und die besten K.o.-Spiele.
Bundestrainer Harold Kreis hatte bei den Olympischen Spielen bereits Leon Draisaitl als Kapitän ausgewählt, anstatt Müller – eine Entscheidung, die damals für Diskussionen sorgte. Nun wird es spannend zu sehen sein, wie Müller seine Rolle als Experte ausfüllen wird und welche Impulse er dem MagentaSport-Team geben kann.
Die Generalprobe gegen die USA am Sonntag wird ohne Müller als Experten stattfinden, aber die Eishockey-Welt darf sich auf seine fundierten Analysen und Einschätzungen in den kommenden Tagen freuen. Müller lässt sich auf die neue Rolle ein und verspricht, seine Erfahrung und sein Wissen einzubringen, um das Eishockeygeschehen für die Zuschauer noch spannender zu machen.
