Mt melsungen zerfetzt eisenach im tor-parade-feuerwerk

37:34 – das war keine Partie, das war ein Punch-out. Die MT Melsungen schickt Eisenach mit sieben Toren Vorsprung nach Hause und schielt nun wieder auf Platz sechs.

Aaron mensing eröffnet den torreigen

Rechtsaußen Mensing traf zehnmal, zweimal aus dem Rückraum heraus, einmal per Sprungwurf über den Block. Die Halle schrie sich heiser, als er in der 56. Minute auf 34:30 stellte – die Entscheidung in Reinform. Die Thüringer warfen zwar ebenfalls mit, doch jedes Mal, wenn sie auf zwei herankamen, antwortete Keeper Kevin Møller mit einem Reflex aus dem Stand.

Die Zahlen sprechen Bände: 71 Tore in 60 Minuten, nur sieben technische Fehler, eine Feldwurfquote von 68 %. Trainer Michael Haaß wechselte früher als sonst, stellte auf 5-1-Deckung um und nahm Eisenach’s Rückraum-Chef Fabio Ribeiro damit das Visier – nur noch vier Treffer aus dem Zentrum nach der Pause.

Platz sechs liegt jetzt in eigener hand

Platz sechs liegt jetzt in eigener hand

Mit 24:22-Punkten hängt die MT punktgleich mit TBV Lemgo, hat aber das bessere Torverhältnis. Bei einem Sieg in Hüttenberg am letzten Spieltag wäre Rang sechs fix – und damit das letzte Ticket für die European-League-Quali. Die Mannschaft feierte kurz, dann schlichen sich schon wieder die Europa-Gedanken ein: „Wir wollen das Finale in Köln“, sagte Mensing, „aber erst mal Hüttenberg weghauen.“

Die Fans sangen bis zur U-Bahn-Station, die Kabine roch nach Energy-Drink und Sieg. Eisenach? Abgestiegen, aber nicht gebrochen – sie applaudierten mit, weil sie wissen: So schnell kommt man nicht wieder in diese Arena zurück.