Mourinho kehrt zurück: real madrid pflückt den sonderling aus lissabon
Florentino Pérez hat seine Wahl getroffen – und sie ist lauter als jede Bombe. José Mourinho ist ab sofort wieder Trainer von Real Madrid. Drei Jahre, bis 2029, für 15 Millionen Euro Ablöse an Benfica. Drei Tage nach seiner Wiederwahl machte der Präsident das, was er im Wahlkampf nur andeutete: Er holte den Portugiesen zurück, der vor dreizehn Jahren eine Spur aus Titeln und Tränen hinterließ.
Die 12-millionen-frist, die alles teurer machte
Pérez hätte sparen können. Noch eine Woche nach Liga-Ende in Portugal wäre die Klausel bei nur drei Millionen Euro gelegen. Doch die Wahlen zogen sich, die Frist verstrich – und plötzlich kostete Mou das Dreifache. Ein Detail, das niemand im Klub bestreitet. Die Devise lautet stattdessen: lieber jetzt und teuer, als nie.

Was bleibt vom alten mourinho?
Zwischen 2010 und 2013 holte er eine Liga, eine Copa del Rey, eine Supercopa – und brachte Real zurück in die Champions-League-Halbfinals. Die große Trophäe, die Decimocuarta, blieb damals unerreicht. „Er hinterließ ein konkurrenzfähiges Team und das Fundament der späteren Europapokale“, sagte Pérez. Nun, mit 62 Jahren, soll Mourinho den schwächsten Kader der Ära wieder aufräumen.
Konaté und Dumfries stehen bereits auf dem Wunschzettel. Transfers, die der Portugiese persönlich angefordert hat. Doch das ist erst der Anfang. Die Liste der offenen Baustellen ist lang: Zukunft von Tchouaméni, Lücke nach Kroos, Fragezeichen um Mbappé und Vinícius.

Vom special one zum last-chance-one
Nach seinem ersten Bernabéu-Zyklus folgten Stationen in London, Manchester, Rom und Lissabon. Premier League mit Chelsea, Europa League mit United, Conference League mit Roma – jedes Mal ein Titel, aber nie wieder der alte Glanz. In der Türkei schaffte er es nicht einmal bis zur Winterpause. Jetzt kehrt er an den Ort zurück, an dem er einst Weltstar wurde.
15 Millionen Ablöse, drei Jahre Vertrag, ein Kader in Aufruhr. Die Rechnung ist einfach: Entweder Mourinho wird zur letzten großen Waffe im Arsenal von Florentino – oder er beendet damit seine Ära an der Spitze Europas. Die Uhr tickt laut, und sie tickt schnell. Er hat exakt 60 Tage, um eine Mannschaft zu formen, die in zwei Monaten gegen Atlético um den Supercup spielt.
Der König ruft. Der Sonderling antwortet. Der Rest ist pure Real-Madrid-Geschichte.
