Mourinho fliegt nach madrid: zweijahresvertrag fix, arbeloa raus

José Mourinho packt schon mal die Dolce-&-Gabbana-Koffer. Am Samstag nach dem letzten Pfiff in Lissabon steigt der Portugiese direkt in die Maschine nach Madrid – und unterschreibt bei Real einen Vertrag bis 2028. Fabrizio Romano und Sky bestätigen: Die mündliche Einigung ist durch, die Unterschrift nur noch Formsache.

Arbeloa war nach einer trostlosen saison ohne perspektive

Álvaro Arbeloa bleibt nicht mal bis zur Winterpause. Die 0:3-Klatsche gegen Athletic Bilbao war die letzte Vorstellung des 43-Jährigen, die Entlassung bereits vor dem Anpfiff besiegelt. Flüstern im Bernabéu: „Er verliert die Kabine, wir verlieren die Champions-League-Plätze.“ Ein circle of despair, den Mourinho jetzt mit altbekanntem Schmierentheater zerreißen soll.

Der 63-Jährige landet mit drei Titeln im Gepäck, die er 2010-2013 mit Real geholt hat: Liga, Copa, Supercopa. Dreimal Halbfinale in der Champions League – und ein Clasico-Sieg mit 5-0, den Fans noch immer in Liedern zelebrieren. Damals war Cristiano Ronaldo sein Ziehsohn, heute sind es Bellingham, Endrick und ein frustrierter Mbappé, der endlich liefern muss.

Mourinho kehrt zurück – mit einem einjährigen und einem bauchladen voller tricks

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Der Vertrag läuft offiziell über zwei Jahre, intern wissen alle: Der Zweite ist eine Option, kein Geschenk. Mourinho akzeptiert, weil er die größte Bühne braucht und Benfica nach 362 Tagen emotional leer gefressen hat. In Lissabon wurde er ausgelacht, in Madrid wird er gefeiert – bis zur ersten Niederlage.

Die Zahlen sprechen für ihn: 71,8 % Punktequote im ersten Amtsbloc, 174 Tore, nur 53 Gegentore. Doch die Liga ist härter geworden, der Kader älter. Ancelotti hinterlässt eine defensiv wackelige Mannschaft, die 17 Gegentore nach Eckbällen kassierte – Rekord seit 1998. Mourinho wird sofort die Videoanalyse starten und mit Valverde einen neuen kapitanischen Pressing-General einweihen.

Am Flughafen Barajas wartet bereits ein Blitzlichtgewitter. Mourinho wird nicht lächeln, er wird grinsen. Denn er kennt die Arena, die Presse, das Präsidentengremium. Und er weiß: Diesmal gibt kein Del Bosque, kein Zidane, kein Ancelotti den Puff. Nur er. Special Edition, Staffel zwei. Die erste Pressekonferenz wird donnern – und alle reden wieder von Madrid. Genau das wollte der Klub.